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Schlittschuhläufer tummeln sich auf dem zugefrorenen Neumühlsee
Von unserer Redakteurin Bettina Henke
Waldenburg - Montag, kurz nach 14 Uhr. Noch dreht nur ein einzelner Eisläufer seine Runden auf dem Neumühlsee. Das ändert sich schnell. Bei minus acht Grad und Sonnenschein zieht es immer mehr auf Schlittschuhen oder zu Fuß auf den zugefrorenen See. Schilder am Uferrand weisen hin: Eislaufen nur auf eigene Gefahr.
Unter den ersten, die an diesem Nachmittag kommen, sind die Kupferzellerin Simone Mitsch mit Sohn Henning (vier Jahre) Tochter Karla (sieben) und deren Freundin Selina. "Wir wollten gucken, ob das Eis trägt", sagt die Mutter. "Die Kinder dürfen nicht weiter als bis ans Geländer", geht sie auf Nummer sicher. Auch wenn sie gehört hätten, dass sich am Sonntag schon jede Menge Eisläufer auf dem See getummelt haben. "Das Eis knackst so komisch", meint Waltraud Leutwein skeptisch. Die Rentnerin ist mit ihrer Enkelin Anna aus Waldenburg da, die bereits auf dem Eis ist. Aufmerksam beobachtet von der Oma. Ihre Hausaufgaben hat die Neunjährige schon gemacht. "Da muss ich nachher nicht mehr dran denken."
Keine Zweifel, dass das Eis trägt, hat Bärbel Mogck. "Man sieht, ob ein See gut zugefroren ist" , sagt sie. Die Untermünkheimerin nutzt jede freie Minute, um mit ihrer Familie an den Neumühlsee zu fahren. "Im Winter zum Eislaufen, im Sommer zum Baden." Und sie weiß: "Nach zehn knacke-kalten Nächten und Tagen ist hier Eis. 15 Zentimeter sind es bestimmt schon." Heute sind Sohn Magnus (12) und dessen Freund Silas mitgekommen. Die Jungs sind schon echte Profis auf Schlittschuhen, fegen über das Eis. Sie haben auch Eishockeyschläger und Puck dabei. "Das Eis ist bockelhart", ruft Magnus im Vorbeifahren.
"Heute ist es optimal", findet auch die Waldenburgerin Christine Knoll, die mit ihrem achtjährigen Sohn Christoph und dessen Freund Luis an den Neumühlsee gefahren ist. Die 44-Jährige schätzt die schöne Lage des Sees inmitten der Natur. Und genießt die glasklare, frische Luft. "In eine Eishalle kann jeder gehen.""Wenn das Eis singt, ist es dick genug", sagt Tina Stehling (43). Die Künsbacherin packt gemeinsam mit Oma Steffi Linhart (67) und ihren Kindern gerade am Uferrand die Schlittschuhe aus. Zuhause habe die Familie einen Gartenteich. Dort prüfe sie, wie dick das Eis ist. " Die Kinder sind auch schon bei uns auf dem Feuersee gelaufen."
Warmer Tee
Das erste Mal auf Schlittschuhen steht Melina. "Heute ist ihr großer Tag", freut sich Mutter Daniela Wrobel, während Vater Matthias Wrobel der Sechsjährigen bei ihren noch wackeligen Versuchen Hilfestellung gibt. "Wir waren am Sonntag schon da, und haben gesehen, wie viele auf dem Eis waren. Aber der Opa war schon ein bissle besorgt, als wir heute los sind", sagt die Gailenkirchenerin. Noch sind die Schlittschuhe, auf denen Daniela Wrobel und ihre Töchter Larissa (neun) und Melina stehen, ausgeliehen. "Für uns ist es die Entdeckung einer neuen Sportart. Wenn es Spaß macht, schaffen wir uns selbst welche an." Die Mutter hat bei der Kälte auch an die Stärkung nach dem Eislaufen gedacht: "Wir haben Muffins und warmen Tee dabei."
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Mulfingen 09:06 Uhr
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