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Experten beraten, Eltern bleiben fern
Von unserer Mitarbeiterin Regina Koppenhöfer
Neuenstein - Wer Kinder hat, wird mit Problemen konfrontiert, bei denen der eine oder andere sich gerne fachlichen Rat holen würde. Anlauf- und Beratungsstellen für Familien und Eltern gibt es im Hohenlohekreis nicht wenige. Doch welche Einrichtung bietet genau die Hilfestellung an, die man braucht? Diese Frage klärte man bei einem Informationsabend für Eltern, zu dem die Stadt Neuenstein, das Kinderhaus Funtasia, die städtischen Kindertagesstätten und das Familienzentrum Famos elf Experten in die Stadthalle eingeladen hatten. Die Fachleute stellten zunächst ihre Arbeit vor (siehe unten). Deutlich wurde dabei auch manche Vernetzung einzelner Stellen. Danach gab es die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit den Experten.
Mit rund 70 Interessierten war die erste Großveranstaltung dieser Art in Neuenstein nicht schlecht besucht. Jedoch: Die eigentliche Zielgruppe, die Eltern, fand sich kaum unter den Zuhörern. Hierzu meinte die Neuensteiner Bürgermeisterin Sabine Eckert-Viereckel: "Diese Veranstaltung hat mehr Eltern verdient. Es ist keine Schwäche, wenn man Hilfe braucht. Das müssen wir noch in die Köpfe bekommen, das ist unsere Aufgabe für die Zukunft."
Wichtig Unter den Erzieherinnen, die in großer Zahl gekommen waren, fand sich Katrin Hiller. Die Leiterin des Neuensteiner Kindergartens Biberburg begrüßte den Vortragsabend: "Klar haben wir unsere Kontakte zu den Anlaufstellen. Aber für mich war es mal wichtig, die Gesichter dazu zu sehen und zu sehen, mit wem ich es da zu tun habe."
Erfreut über die kompakte Informationsflut durch die Fachleute war Martina Müller aus Ohrnberg. Die Mutter eines dreijährigen Sohnes versucht Infoabende in Sachen Kinder und Erziehung regelmäßig zu besuchen. "Dass es so viele Anlaufstellen gibt, das war mir nicht bewusst", meint sie. Auch Achim Michelfelder ist erstaunt darüber, "was es im Hohenlohekreis so alles gibt. Für mich war das neu." Der Neuensteiner würde sich von Experten in einem Kurs gern fit für die Erziehung seiner Kinder machen lassen. "Wie bekommen gerade das dritte Kind, da muss ich jetzt Profi werden", sagt er lächelnd.
Überzeugt Besonders die Familienpaten des Projekts "Frühe Hilfen" haben Michelfelder überzeugt. Ehrenamtliche sind hier in Familien, in denen etwa die Großeltern fehlen, im Einsatz und bringen ihre Kompetenzen ein. "Das ist eine tolle Sache", begeistert sich Michelfelder.
Die Gelegenheit mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen, wollte Roland Mögerle nutzen. Die Vielfalt der Angebote und Hilfen war für den Familienvater interessant. "Aber es ist auffallend, dass so wenig Eltern da sind", bedauerte er. Ähnlich denkt auch Katja Müller. "Es war schade, dass kaum Eltern da waren. Und die, die es betrifft, die kommen sowieso nicht − leider", sagte die Erzieherin aus Öhringen.
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