Strobl dementiert Wechselgerüchte

Schöntal  Vize-Regierungschef Thomas Strobl (CDU) hat zum Auftakt der Klausur der baden-württembergischen CDU im Kloster Schöntal Gerüchte dementiert, wonach er als Bundesminister einer großen Koalition nach Berlin wechseln könnte.

Von Ulrike Bäuerlein

Thomas Strobl (links) im Kloster Schöntal, daneben der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Manuel Hagel. Foto: dpa

Zum Auftakt der CDU-Amts- und Mandatsträgerkonferenz im Kloster Schöntal hat der baden-württembergische Landesvorsitzende und Innenminister Thomas Strobl einen Medienbericht dementiert, wonach es Überlegungen gebe, dass er ins Kabinett einer möglichen Großen Koalition in Berlin wechseln könne.

„Das ist immer der gleiche Text – das war bei den Jamaika-Sondierungen so und das gilt auch jetzt: Mein Platz ist in Baden-Württemberg“, sagte Strobl. „Ich habe hier eine Aufgabe, die möchte ich erfüllen, und ich tue dies mit großer Freude.“

Strobl, der aus Berlin von den Sondierungsverhandlungen nach Schöntal angereist war, lobte das Ergebnis der Gespräche. „Ich bin ganz zufrieden damit“, so Strobl. „Wir haben eine gute Grundlage.“ Speziell für Baden-Württemberg seien gute Vereinbarungen erzielt worden. „Wir tun etwas für den Mittelstand und für die Industrie, es wird keine Steuererhöhung geben und die Lohnzusatzkosten werden gesenkt“, sagte Strobl.

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Speziell von der in Aussicht gestellten Verdreifachung der Mittel im Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG)  auf eine Milliarde Euro könne die Verkehrsinfrastruktur  in Baden-Württemberg außerordentlich profitieren. „Das hilft ganz unmittelbar“, sagte Strobl.

Als Gast begrüßte die Landes-CDU am Abend den schleswig-holsteinischen CDU-Ministerpräsidenten Daniel Günther mit großem Beifall.

Die baden-württembergische CDU zieht sich dieses Wochenende zur traditionellen Klausur in das Kloster Schöntal zurück. Fotos: Bäuerlein

In der CDU-Landesvorstands- und Präsidiumssitzung war unmittelbar vor Beginn der Klausurtagung der von Generalsekretär Manuel Hagel eingebrachte Entwurf der Schöntaler Erklärung einstimmig gebilligt worden. Die teils daraus vorab bekannt gewordenen bildungspolitischen Weichenstellungen mit einer stärkeren Fokussierung auf den Leistungsgedanken bei den Schülern hatten gestern bereits vorab für heftige Kritik bei Bildungsverbänden gesorgt. Am Samstag soll die Erklärung bei der Plenarsitzung der Mandatsträger diskutiert und verabschiedet werden.