Zwei Fans von Deep Purple auf Wolke sieben

Künzelsau - Das Meet & Greet der HZ macht Konzertbesucher glücklich. Zwei Fans durften am Wochenende ihre Idole von Deep Purple hautnah erleben und backstage besuchen. Dazu gab es natürlich Händeschütteln und Autogramme.

Von Matthias Stolla

Künzelsau - Manchmal trifft es einfach die Richtigen. Unter den vielen Tausenden, die am Wochenende auf den Wertwiesen entweder klassisch umrahmten Hardrock mit Deep Purple, mit Pop garnierte Klassik mit Anna-Maria Kaufmann oder einfach beides genossen, waren zwei, die ihr Glück kaum fassen konnten.

Thomas Kühnle hatte nicht lange gefackelt. Gleich morgens hatte der 53-Jährige aus Kupferzell angerufen, weil er unbedingt bei der Meet Greet-Verlosung der HZ gewinnen wollte. Und er gewann. "Das ist für mich das Größte", sagt er und wartet darauf, seine Idole persönlich kennen zu lernen.

Idole? Das ist ganz und gar nicht übertrieben. Seit 1968 ist er Deep Purple-Fan, erzählt er, "meine Oma hat mir die erste Platte geschenkt". Sein Vater habe für die "Negermusik" nichts übrig gehabt. Bestimmt 70 Konzerte habe er schon besucht. "Deep Purple ist für mich das Leben." Seine Ehefrau Michaela (45) bestätigt: "Er schwebt seit Tagen auf Wolke sieben."

Hektisch

Marlene Fischer geht es nicht viel anders. Die 48-Jährige aus Schöntal ist HZ-Gewinnerin Nummer zwo und wird zusammen mit Kühnle und einigen anderen Konzertbesuchern gegen 20 Uhr hinter die Bühne geführt. Christian von Stetten, der das Konzert organisiert hat, verteilt Armbändchen, die den Zutritt zum Garderoben-Bereich erlauben. Begleitpersonen dürfen leider nicht mit, sagt er in angespannter Tonlage: "Sonst bekomme ich Ärger mit dem Management." Und den will keiner. Dann geht alles ganz schnell. Ein Mann von der Tourleitung weist die Gewinner ein: Alle müssen in einer Reihe stehen und dürfen ja nicht vortreten.

Gelassen

Steve Morse und Roger Glover sind deutlich gelassener als ihr strenges Personal. Sie kommen um die Ecke, schütteln Hände, plaudern mit den Gewinnern und sind schneller von ihnen umringt als die Tourleitung schauen kann.

Marlene Fischer ist begeistert. "Die wirken ganz natürlich und sind total freundlich", sagt sie. Thomas Kühnle packt aus. CD-Covers und ein uraltes LP-Cover ("In Rock") lässt er signieren und natürlich die E-Gitarre seines Sohns. Der ist auch ein Deep Purple Fan. Und wohin kommt die Gitarre? "Die hängen wir ins Wohnzimmer. Ist ja klar."

Und als wären das und das nachfolgende Konzert nicht genug, gibt es zum Abschluss ein großes Feuerwerk, über das am Freitagabend sicher nicht nur die Besucher des Open Airs gestaunt haben.

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Publikum 2: Beim Auftritt von Anna Maria Kaufmann und den Frankfurter Sinfonikern am Samstagabend geht es naturgemäß etwas ruhiger und kultivierter zu.Fotos: Guido Sawatzki
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Anna Maria Kaufmann und die Frankfurter Sinfoniker hatten den Wettergott auf ihrer Seite. Der angekündigte Regen blieb aus.
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Echte Hardrock-Fans legen Wert auf ihr Erscheinungsbild.
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Der Augenblick: Thomas Kühnle (links) lässt sich die Gitarre seines Sohnes von Steve Morse signieren. Marlene Fischer schaut zu.
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Bassist Roger Glover (links) und Gewinner Thomas Kühnle.
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Das Deep Purple-Konzert begeistert generationsübergreifend.
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Publikum 1: Dicht gedrängt stehen die Fans vor der Bühne. Die Stimmung ist sehr gut beim Konzert der lebenden Hardrock-Legende Deep Purple mit der Neuen Philharmonie Frankfurt am Freitagabend..
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Plauderstündchen vor dem VIP-Zelt: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (links) und der Künzelsauer Unternehmer Albert Berner.