Viel Gewerbesteuer, wenig Investitionen

Von unserer Redakteurin Stefanie Jani

Viel Gewerbesteuer, wenig Investitionen
Noch ist kein Ende in Sicht: Der Zweckverband will auch in den nächsten Jahren kräftig weiterwachsen. Foto: Matthias Stolla 

Hohenlohe - Es scheint sich einzupendeln: Auch in diesem Jahr lässt die Gewerbesteuer die Kassen des Gewerbeparks Hohenlohe mächtig klingeln. Der Zweckverband Gewerbepark Hohenlohe hat seine Haushaltssatzung für das kommende Jahr verabschiedet. Und siehe da: Mit rund 5,5 Millionen Euro liegt der Verwaltungshaushalt satte 2,2 Millionen Euro höher als noch im vergangenen Jahr.

Boom

Einen ähnlichen Ausschlag nach oben gab es bislang nur 2008. "Das höhere Volumen liegt an den höheren Gewerbesteuereinnahmen", sagt Gewerbepark-Verwaltungsleiterin Claudia Rohn.

In Zahlen heißt das: Der Zweckverband erwartet für 2012 rund 3,7 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen. 2011 waren es 1,5 Millionen Euro. Rund 6,5 Millionen Euro umfasst das Zahlenwerk insgesamt.

Gespart hat der Verband im Verwaltungshaushalt vor allem im Bereich Personal. Rund 24 000 Euro weniger sind in diesem Jahr für diesen Posten veranschlagt worden. Mit rund 974 726 Euro lässt der Vermögenshaushalt des Gewerbeparks allerdings deutlich weniger Spielraum als noch in den vergangenen Jahren. 2011 waren noch rund 1,9 Millionen Euro angesetzt.

Der größte Brocken der Ausgaben geht in den Hochwasserschutz. Das Hochwasser im August vergangenen Jahres hatte gerade der Gewerbepark deutlich zu spüren bekommen. Jetzt soll der Epbach renaturiert werden. Pläne dafür gibt es bereits seit über zehn Jahren, nach dem Hochwasser 2011 will der Verband jetzt aktiv werden. Ebenfalls zum Hochwasserschutz soll südlich der Max-Eyth-Straße ein Hochwasserdamm gebaut werden. Investiert wird zudem in den Ausbau der Straße "Am Bahnhof". Für rund 30 000 Euro soll die Fläche zwischen Bahngleisen und Straßen verschönert werden. 100 000 Euro gehen in Straßenreinigung und den Winterdienst.

Weitblick

Angesichts der klingelden Kassen wollen die drei Gemeinden − Kupferzell, Waldenburg und Künzelsau − in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass sich noch mehr Firmen im Gewerbegebiet in Waldenburg niederlassen. In den kommenden Jahren investiert der Zweckverband vor allem in das Baugebiet Löcher. Rund 1,5 Millionen Euro soll die Erschließung kosten. Im nächsten Jahr wird die Max-Eyth-Straße saniert. Auch die Erschließung des Baugebiets Gewerbepark-Nord auf der Liste. Große Ziele hat sich der Zweckverband auch beim Thema Schulden gesteckt. Bis zum 31. Dezember dieses Jahres soll der Stand bei 2,3 Millionen statt 3,2 Millionen Euro liegen.




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