Unmögliches möglich machen

Von Stefanie Schutera

Unmögliches möglich machen
Klappern gehört zum Handwerk. Das Hohenloher Organisationsteam der Sozialaktion 72 Stunden hofft auf viele Mitstreiter. Unser Bild zeigt (v. links) Mark Schutera, Jakob Wächtersbach, Carmen Ehrler, Bianca Hirn und Andreas Zipf.Foto: Stefanie Schutera 

Schöntal - Es gibt eine 72-Stunden-Regel, die besagt, dass bei allem, was man sich vornimmt, innerhalb von 72 Stunden der erste Schritt getan werden muss. Andernfalls besteht nur eine einprozentige Chance, dass das Vorhaben überhaupt in die Tat umgesetzt wird. Wenn man also etwas erreichen möchte, dann muss man innerhalb von drei Tagen damit anfangen.

72 Stunden − das ist auch der Zeitraum, der den 100 000 Jugendlichen gegeben wird, auf deren Mitarbeit der Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) bei seiner 72-Stunden-Aktion wieder hofft. Mit dem Titel "Uns schickt der Himmel" starten dann Gruppen soziale, ökologische, interkulturelle oder politische Projekte, um dort zu helfen, wo Geld oder Bereitschaft oder beides fehlt. Ehrenamtlich und ganz im Sinne der christlichen Nächstenliebe.

Freiwillige

"Im ersten Jahr waren über 100 000 Kinder und Jugendliche bei der Aktion dabei", erzählt Carmen Ehrler, Mitglied des Organisationsteams. Dieses Jahr wird auf eine noch größere Zahl gehofft. Mit Recht. Denn zum ersten Mal sind nicht nur die katholischen Diözesen im Südwesten beteiligt, sondern in ganz Deutschland. Letztes Mal schon haben die Freiwilligen gezeigt, wie viel Spaß es machen kann, etwas Gutes zu tun.

Und der Weg dahin ist ganz leicht. Für die Anmeldung muss man einfach kurz im Internet auf die offizielle Seite der 72-Stunden-Aktion gehen, den Button "in deiner Nähe" wählen und den Diözesenverband Rottenburg-Stuttgart suchen. Dann den Button "Ko-Kreise" drücken und Hohenlohe in der Liste anklicken. Ein "Willkommen in deiner Region" erscheint und man muss sich nur noch unter Aktionsgruppen anmelden. Sinn der Aktion ist es nicht, seinen eigenen Gruppenraum zu renovieren oder die Alltagsgeschäfte anderer zu übernehmen. "Sinn ist das Unmögliche möglich zu machen, seine eigenen Grenzen auszutesten und zu helfen, wo sonst nicht geholfen werden würde, obwohl es notwendig ist", erklärt Mark Schutera, der Projektleiter für die Hohenloher 72-Stunden-Aktion.

Ziele gibt es mehr als eines. Zum Beispiel vollbringen Menschen tagtäglich soziale und freiwillige Arbeit. Durch diese Aktion sollen sie sichtbar werden. Zudem will die Aktion einen Raum für Jugendliche und junge Erwachsene schaffen, um außerhalb der Schule und der Ausbildung zu lernen. In diesem Sinne können sie Ideen und Talente einbringen, Verantwortung übernehmen und neue Fähigkeiten erwerben. Und vielleicht kann auch der Blick auf die katholische Kirche durch diese Aktion ein weinig verbessert werden.

Anmeldung

Die Anmeldephase hat bereits begonnen. Bisher sind die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Bieringen, Westernhausen und die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Ingelfingen mit dabei. Mitmachen können aber auch konfessionsunabhängig andere Verbände, Vereine und Gruppen jeglicher Art mit Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 9 und 27. Weitere Anmeldungen sind also erwünscht. Schließlich gibt es "nichts Gutes, außer man tut es."




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