Jux und Gaudi zum Festtag

Ingelfingen - Ob Fritz, Friedrich, Friederike, Frieda oder Fritzi, alle sind sie wieder da, um einen bunten Abend zu erleben. „Mitmachen und mit lachen“, lautet die Devise. Jeder, der sich traut, darf seinen Teil dazu beitragen. Unter der Federführung von Fritz Müller, Fritz Messer und Fritz Seber trifft sich die Fritzenschar jährlich am Wochenende nach dem fünften März, dem Namenstag aller Fritzen, zum gemütlichen Beisammensein im Hotel Nicklass in Ingelfingen.

Von Erna Hauber

Jux und Gaudi zum Festtag
Handpuppe Rudi und Ursula Seitz debattierten über Fritzen.Foto: Hauber

Ingelfingen - Ob Fritz, Friedrich, Friederike, Frieda oder Fritzi, alle sind sie wieder da, um einen bunten Abend zu erleben. „Mitmachen und mit lachen“, lautet die Devise. Jeder, der sich traut, darf seinen Teil dazu beitragen. Unter der Federführung von Fritz Müller, Fritz Messer und Fritz Seber trifft sich die Fritzenschar jährlich am Wochenende nach dem fünften März, dem Namenstag aller Fritzen, zum gemütlichen Beisammensein im Hotel Nicklass in Ingelfingen.

So ein Stammtisch erfülle wichtige Aufgaben und habe soziale Bedeutung, erklärte Fritz Müller. In einem lustigen Sketch, natürlich in Hohenloher Mundart, über prominente Namensträger und einfache Leute aus dem Kochertal, konnten sich die Anwesenden davon überzeugen. „Do werd überhaupt alles besproche was uns betrifft, unn vor allem a des, was uns nix ogeht“, bestätigte Müller. Besonders freute er sich, dass sein Namensvetter, der Unternehmer Fritz Müller, in diesem Jahr dabei sein konnte.

Ehrenhaft

Dass Fritz ein ehrenhafter Name sei, stellte der bereits 86-jährige Heimatdichter und Buchautor Fritz Frank aus Oberweiler fest. „Denn unner denne bankrotte Bänker, do is´ ko oinziger Fritz debei gwää!“ Fritzi, alias Marianne Geißler, brachte mit ihren musikalischen Soloeinlagen den Saal zum Kochen. Unter Akkordeonbegleitung von Richard Stahl und passender Kostümierung besang sie die Vorzüge des Weines und präsentierte sich im Dirndl als pfundige Schönheitskönigin. Regina, Friederike Kerl, Fritz Messer und Robert, Friedrich Dörr trugen Witze und lustige Begebenheiten vor. „Mir henn vorher nochemal geprobt, aber es konn a schiefgehn“, kündigte Fritz Müller an.

Zur bekannten Melodie von „Wir lieben die Stürme sangen Fritz Hertweck, Hermann Friedrich Seez, Anton, Friedrich Sadlo, Friedrich Limbach und Fritz Müller eigene Texte über die Finanzkrise und schließlich, „die Bänker sollen zahlen“, frei nach dem Lied „Ach Du lieber Augustin, alles ist hin.“ Das Publikum stimmte beim Refrain eifrig mit ein und es klappte wunderbar.

Fritzentaufe

An den vielen Fritzen fast nicht satt sehen konnte sich der freche Rudi mit seiner Begleiterin Ursula Seitz, die immer für zwei spricht. Die Bauchrednerin aus Crispenhofen überraschte die Gäste mit ihren spontanen Witzen und hatte mit der Handpuppe Rudi, die schwätzte wie ihr der Schnabel gewachsen ist, die Lacher auf ihrer Seite. Rudi passte genau auf, wer was und wie viel trank oder sich sonst daneben benahm. Auch Fotografen mag er nicht besonders.

Man muss nicht von Haus aus Fritz heißen um in den fröhlichen Kreis der Fritzenschar aufgenommen zu werden. Ehrenwerte Bürger, egal welchen Standes, dürfen durch die Fritzentaufe diesen Namen tragen und nach ihren Fähigkeiten zum Gelingen dieses Abends beitragen. Heuer wurde die Taufe dem Elektromeister Horst, Fritz Bergmann aus Ingelfingen zuteil. Er erhielt den Beinamen „Weltenbummler“. Der „Hobby-Ranger“ und fleißige Beamte, Notar Herbert H. Fritz Nägele wurde von Fritz Seber und Fritz Messer in den Fritzenstand erhoben, weil er auch mal sonntags nach der Kirche arbeite. Ab sofort dürfen sie an den Fritzentreffen teilnehmen und beim Fernbleiben in die Fritzenkasse spenden.