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Ehemaliger Teilnehmer gehört heute zur Jury
Von unserem Mitarbeiter Reinhold Brütting
Künzelsau - "Alle Auszubildenden und Schüler werden beim Wettbewerb absolut fair behandelt", erklärt Michael Greis, der beim Regionalwettbewerb von "Jugend forscht" vom 1. bis 3. März in Künzelsau bereits zum sechsten Mal als Juror fungiert. Der 33-jährige Kfz-Elektroniker arbeitet im Bildungszentrum bei Audi in Neckarsulm als Trainer. Als 17-Jähriger hat Greis 1997 selbst an diesem Wettbewerb teilgenommen und wurde mit seinem Team Landessieger. Mit dem Projekt einer Ausfallsteuerung für Rück- und Blinklichter belegte das Team einen fünften Platz beim Bundeswettbewerb in Berlin.
Von 2003 bis 2005 betreute der Ausbilder die "Jugend-forscht"-Projekte seiner Auszubildenden. Vielleicht schaut er als Juror auch deshalb "etwas genauer und kritischer auf die Leistungen der Azubis von Audi". Schließlich kennt er die jungen Menschen aus dem Arbeitsalltag. Das Ehrenamt als Juror übernahm er, als sein einstiger Betreuer aufhörte. Die Juroren bei "Jugend forscht" bewerten die Projekte anhand eines Punktesystems nach Kriterien wie Idee, Durchführung und Präsentation und ermitteln den Regionalsieger.
Nutzen
"Das Ausstellungsstück muss nicht perfekt und fehlerlos sein, wichtiger ist den Juroren, wie die Teilnehmer an die Sache herangegangen sind, wie viel Mühe sie sich gemacht haben und ob die Idee in irgendeiner Weise für die Allgemeinheit von Nutzen sein kann", erklärt der Juror, worauf es beim Wettbewerb ankommt. Wichtig sei zudem eine gute, verständliche Präsentation vor fremdem Publikum.
In rund 90 Prozent der Fälle sind sich die Juroren bei der Entscheidung einig. "Wir geben uns die größte Mühe, die besten Projekte herauszufiltern", betont Greis.
Oft kommt es vor, dass die Teilnehmer schon bei "Schüler experimentieren" starten und dann immer wieder bei "Jugend forscht" dabei sind. Da erkenne man "gewaltige Entwicklungsschritte", denn die jungen Forscher kommen mit immer neuen und oft ausgereifteren Ideen zum Wettbewerb. Dass dieser für die künftige Karriere der Jugendlichen von großem Nutzen sein könne, davon ist Greis überzeugt. Bei vielen Teilnehmern erkenne man früh, wo ihre besonderen Stärken liegen und woran sie noch arbeiten müssen. Damit unterstütze "Jugend forscht" sie bei ihrer Berufswahl und gebe Unternehmen oft Hinweise für die Personalplanung.
Viele Wege
Außerdem hilft der Wettbewerb jungen Menschen wichtige Lebensgrundsätze früh zu lernen: Zum Beispiel, "dass man fast immer über mehrere Wege zum Ziel gelangen kann und niemals die Flinte ins Korn werfen sollte". Michael Greis ist von seiner Jurorenrolle im Fachbereich "Arbeitswelt" begeistert. Doch manchmal hätte er gerne "noch mehr Zeit, die einzelnen Projekte detaillierter kennenzulernen, denn es sind tolle Ideen dabei".
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