Nach Fischsterben: Entwarnung für die Jagst

Ingelfingen/Hohenlohe  Nach der Verunreinigung des Sindelsbachs durch den technischen Defekt einer Biogasanlage in Stachenhausen gibt die Hohenloher Kreisverwaltung für die Jagst Entwarnung. Im Sindelbach zwischen dem Unglücksort und Sindeldorf sind jedoch alle Fische verendet.

Von Adrian Hoffmann

Fischsterben im Sindelbach
Am Montagmorgen haben Fischer die ersten Toten Fische aus dem Bach abgefischt. Foto: Reinhard Vogel

Die Ammoniumwerte gingen deutlich zurück, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit erneuten Wasserproben sei bestätigt worden, dass aufgrund der hohen Verdünnung weiter keine Gefährdung für die Lebewesen der Jagst bestehe.

Am Sonntag waren rund 60 Kubikmeter einer Gärreste-Flüssigkeit in Ingelfingen-Stachenhausen über einen Entwässerungsgraben in den Sindelbach geflossen.

 

Am Dienstag war eine sogenannte Elektrobefischung eingesetzt worden, um das genaue Ausmaß des Schadens im Sindelbach festzustellen. Nach derzeitiger Einschätzung seien zwischen Stachenhausen und Sindeldorf alle Fische verendet. In Marlach sei jedoch noch ein Restbestand einiger Arten erhalten.

Wie die Kreisverwaltung weiter mitteilt, haben Kleinlebewesen, die als Nahrung für den Fischbestand dienen, weitgehend überlebt. Damit sei eine Grundlage für den Wiederaufbau des Fischbestandes gegeben. 

Um Schlammablagerungen im Bach zu entfernen, werden zwischen Stachenhausen und Dörrenzimmern Saugwagen eingesetzt.

 

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