Gerst eröffnet Mars-Ausstellung in Künzelsau

Künzelsau  Nächstes Highlight im Carmen-Würth-Forum: Alexander Gerst kommt am 11. August zur Eröffnung der Ausstellung "Das neue Bild vom Nachbarn Mars". Für seinen Heimatbesuch unterbricht der Künzelsauer Astronaut sogar sein Training.

Von Thomas Zimmermann

Höhenflug zum Mars
Die Ausstellung "Das neue Bild vom Nachbarn Mars" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) verspricht eindrucksvolle 3-D-Fotos.Fotos: privat

Ganz besonders freuen wir uns, dass Alexander Gerst da sein wird", betont Würth-Geschäftsführer Jürgen Graf. Nach der feierlichen Eröffnung des Carmen- Würth-Forums und dem Würth-Open-Air mit mehr als 20.000 Besuchern steht auf dem Festivalgelände und im edlen Forum schon das nächste Großevent an: Das große Sommerfest mit buntem Programm, Musik, Open-Air-Kino und dem Künzelsauer Astronauten, der nach seiner ISS-Mission im Jahr 2014 zum Superstar wurde.

Die Veranstaltung ist eine Gemeinschaftsaktion der Adolf Würth GmbH und der Stadtverwaltung Künzelsau. "Wir können uns glücklich schätzen, dass Gerst sein Training unterbricht", freut sich Bürgermeister Stefan Neumann auf den voraussichtlich letzten öffentlichen Auftritt des Astronauten 2017 in Süddeutschland.

Mission

Höhenflug zum Mars
Die Ausstellung "Das neue Bild vom Nachbarn Mars" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) verspricht eindrucksvolle 3-D-Fotos. Fotos: privat

Im April 2018 startet bereits die neue Mission "Horizons", bei der Alexander Gerst auch Kommandant der Sojus MS-09 sein wird. "Die Ausstellung in Künzelsau soll einen besseren Eindruck von unserem Nachbarplaneten, dem Mars, vermitteln", so der in Künzelsau geborene Astronaut, der in Interviews bekannt hat, selbst einmal gerne auf den Mars fliegen zu wollen. "Zusammen mit dem Mond kann man ihn als achten und neunten Kontinent ansehen. Vielen ist noch nicht bewusst, wie greifbar nah unsere kosmischen Nachbarn inzwischen sind und wie wichtig es deshalb ist, dass wir sie erforschen", erklärt Gerst.

Die Mars-Ausstellung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) verspricht grandiose 3-D-Fotos von der kargen, aber faszinierenden Marslandschaft. Die Besucher erhalten spezielle Brillen, um die Bilder in ihrer gesamten Dimension betrachten zu können. Sie wurden von einer DLR-Hochleistungskamera an Bord der Sonde Mars-Express aufgenommen.

Film

Zuletzt war Alexander Gerst am 16. September 2016 in Künzelsau, um mit Bürgermeister Stefan Neumann die Weltraum-Ausstellung im Rathaus zu eröffnen.

Die Ausstellung war bereits in New York, Japan, Kanada, Israel, Österreich und Südostasien zu sehen. "Wir beschäftigen uns neben der Kunst auch immer wieder mit Technikgeschichte und sind offen für viele Themen. Deshalb passt die Ausstellung auch ganz wunderbar in die neuen Räume des Carmen-Würth-Forums", erläutert C. Sylvia Weber, Direktorin der Würth-Museen und zuständig fürs Kulturprogramm bei Würth. "Solch ein Areal mit zwei tollen Sälen mit Terrasse und Foyer permanent mit Leben zu erfüllen, macht einfach viel Spass. Deshalb freuen wir uns jetzt auch auf einen schönen Sommerabend mit all jenen, die nicht in die Ferien gefahren sind." Den Abschluss des Tages bildet das Open-Air-Kino, bei dem ab 21 Uhr der Science-Fiction-Film "Der Marsianer" gezeigt wird − und das alles bei freiem Eintritt.

"Wir rechnen am 11. August auf jeden Fall mit 5000 Besuchern auf dem Festivalgelände", schätzt Stefan Neumann. Der Künzelsauer Bürgermeister denkt aber schon weiter und will im kommenden Jahr die Gerst-Mission "aktiv begleiten". Gedacht ist auf jeden Fall wieder an eine Live-Schaltung zur Internationalen Raumstation ISS. "Wir haben dazu schon eine feste Zusage, aber wann das sein wird, wird kurzfristig geplant", betont Neumann. "Nur wenn Kanzlerin oder Kanzler kämen, könnten wir langfristig planen", meint Neumann − und lächelt. Ganz ausgeschlossen sei das nicht, betont er.

Welcome-Party

Fest eingeplant ist auch wieder eine Welcome-Party. "Wir haben uns gedacht, dass wir das zum Stadtfest 2019 auf den Wertwiesen machen. Und ein Großkonzert könnten wir damit optimal verbinden", gibt Stefan Neumann Einblick in seine Pläne. "Das ist zumindest eine Überlegung von vielen", so der Bürgermeister. Und einer von vielen Höhenflügen, die in den kommenden Jahren anstehen.