Millionenschaden durch Brand

Niedernhall  Bei einem Großbrand in Niedernhall im Hohenlohekreis ist am frühen Samstagmorgen ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Das Produktions- und Verwaltungsgebäude der Firma Würth Elektronik in der Salzstraße brannte fast vollständig aus.

Von unserem Redakteur Henry Doll

Wie der Hohenloher Kreisbrandmeister Günther Uhlmann in einer ersten Stellungnahme am Einsatzort sagte, wurden rund 1600 Quadratmeter des Gebäudes vom Feuer zerstört. Sie waren trotz massiven Feuerwehreinsatzes nicht mehr zu retten.

Millionenschaden

Der Schaden liegt nach derzeitigen Schätzungen in einem zweistelligen Millionen-Bereich. Verletzte gab es nach ersten Informationen am Einsatzort nicht, worüber sich Uhlmann angesichts des Ausmaßes des Brandes erleichtert zeigte. Das Feuer war über die Brandmeldeanlage gemeldet worden. Personen hätten sich nicht im Gebäude befunden, hieß es.

Das Unternehmen Würth Elektronik, eine Tochterfirma des Handelsunternehmens Würth, stellt Leiterplatten her. Neben Niedernhall produziert Würth Elektronik noch an zwei weiteren Standorten in Deutschland Leiterplatten. In Niedernhall sind 250 Mitarbeiter beschäftigt. 

Kreisbrandmeister Uhlmann bezeichnete es als glücklichen Umstand, dass während der Weihnachtsfeiertge die Galvanik der Produktionsanlage heruntergefahren und deshalb nicht in Betrieb war. Dies habe die Gefahr verringert. "Sonst könnten wir nicht so mit Wasser reinhalten", sagte er.

Großaufgebot

Ein Großaufgebot der Feuerwehr war vor Ort. Rund 180 Feuerwehrangehörige aus Niedernhall, Künzelsau, Forchtenberg, Weißbach, Öhringen, Kupferzell, Krautheim und Ingelfingen versuchten, die meterhohen Flammen, die aus dem Dach und den Fenstern schlugen, einzudämmen. Gegen vier Uhr am Morgen versuchten die Helfer fieberhaft, ein Übergreifen der Flammen auf ein angebautes zweites Verwaltungsgebäude zu verhindern. Immer wieder loderten die Flammen an verschiedenen Stellen gleichzeitig auf. Etwa 30 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes waren ebenfalls vor Ort. Messungen der Feuerwehr hinsichtlich evtl. entstehender Gefahrenstoffe  ergaben bisher keine gefahrenrelevanten Werte. Die Bürger in dem betroffenen Gebiet sollen jedoch bis auf weiteres ihre Fenster und Türen geschlossen halten. Für benachbarte Gebäude besteht keine Gefahr.

Die Brandursache ist unklar. Die Kriminalpolizei werde die Ermittlungen übernehmen, sagte der Kreisbrandmeister. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat die Hinzuziehung eines Brandsachverständigen angeordnet, der zusammen mit den spezialisierten Kräften der Kriminalpolizei Heilbronn und Künzelsau die Ursachenforschung am Brandort aufnimmt. Mit einem Ergebnis ist in den nächsten Wochen zu rechnen.

Der Niedernhaller Bürgermeister Achim Beck und der Hohenloher Landrat Dr. Matthias Neth waren vor Ort. Würth Elektronik beschäftigt über 1000 Mitarbeiter.

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