Kulturnacht im Kochertal: Volle Busse zur Premiere

Kochertal - Die Resonanz auf die Erste Kulturnacht überrascht Besucher, Busfahrer und Veranstalter.

Von unserem Redakteur Matthias Stolla

Kochertal - Einsteigen bitte! Mehrere Dutzend Menschen an der Bushaltestelle Bären in Künzelsau würden dem Slogan der Kulturnacht nur allzu gerne folgen, aber der Bus kommt nicht. Dass es wieder kälter geworden ist und sogar Regentropfen vom Himmel fallen, hat sie nicht abhalten können: Sie wollen mit dem Bus die Kultur-Landschaft zwischen Künzelsau und Schwäbisch Hall erkunden.

"Wir wollen nach Braunsbach", sagt Sabine Kaiser. Die 57-Jährige aus Künzelsau macht sich mit ihrer Truppe auf Richtung Busbahnhof. Zwei Minuten später kommt der Bus am Bären an. Ingrid Pohl (72) aus Michelbach/Bilz und ihr Lebensgefährte Siegfried Dipping (71) steigen aus.

Sie haben eine Erklärung für die Verspätung: "Überall wollen Leute einsteigen." Die beiden sind in Hall beim Museum Würth zugestiegen. Wenig später sei der Bus voll gewesen, sagen sie: "In Braunsbach hat er gar nicht erst angehalten." Das Paar will Künzelsau die neue Skulpturenallee auf der Hauptstraße sehen und das Mustang Jeans Museum besuchen.

Oben auf den Taläckern gibt es russischen Tee, Kuchen, Puppentheater und eine Ikonenausstellung. Der Stadtteil zeigt sich überaus lebendig. "Das sage ich doch seit Jahren", freut sich Anneliese Scholz von der Stadtverwaltung. Sehr eindrucksvoll ist die Licht- und Tonschau unterhalb der gigantischen Kochertalbrücke bei Braunsbach. Höhepunkt: die faszinierende Tischtennispartie unter Schwarzlicht in der Künzelsauer Hochschule. Zu mehr reicht die Zeit nicht. Eine Kulturnacht ist zu wenig fürs Kochertal.