Demonstration fürs Künzelsauer Krankenhaus

Künzelsau  Bürger sollen am Mittwochabend Flagge zeigen für den Erhalt des Klinikstandorts in der Kreisstadt.

Von unserer Redakteurin Barbara Griesinger

Demonstration fürs Künzelsauer Krankenhaus

Am Mittwoch demonstrieren die Bürger für ihr Krankenhaus, am Freitag entscheiden die Kreisräte über das Medizinkonzept der gesamten Klinik.

Foto: Archiv/Reichert

"Hohenloher Krankenhaus - Medizinisches Konzept": Genaueres lässt sich der Tagesordnung des Hohenloher Kreistages am Freitagnachmittag, 30. September, um 14 Uhr in Bieringen nicht entnehmen.

Dass dabei für den Künzelsauer Standort des Krankenhauses nichts Gutes geplant ist, hat sich in der Kreisstadt indes herumgesprochen - auch wenn die Entscheidungsträger über dieses wichtige Thema der Gesundheitsversorgung seit Monaten ausschließlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagen.

Deshalb ruft die Künzelsauer Bürgerin und ehemalige Mitarbeiterin am Hohenloher Krankenhaus, Gudrun Schickert, die Hohenloher am Mittwochabend, 28. September, zur Demonstration für den "Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses" auf. Um 18.30 Uhr werden vor dem Krankenhaus am Rösleinsberg die Plakate und Transparente entrollt.

Unterstützt wird diese Kundgebung vom einstigen Anästhesie-Chef des Hohenloher Krankenhauses, Dr. Andreas Eckle. Möglicherweise sei er einer der angekündigten Redner. "Entschieden ist das aber noch nicht", so der einstige ärztliche Direktor der Hohenloher Krankenhauses gegenüber der HZ.

In der Künzelsauer Ärzteschaft geht man davon aus, dass das Künzelsauer Krankenhaus sterben soll. In geheimen Sitzungen werde über die Schließung des Standortes Künzelsau debattiert, weil er angeblich unwirtschaftlich sei. "Dazu hat ihn das Vorgehen des Geschäftsführers gemacht", heißt es ärztlicherseits weiter. In der Kreistagssitzung solle nun der Abbau von Betten am Künzelsauer Krankenhaus bis zur Schließung des stationären Bereichs und der Ausbau des Öhringer Standorts beschlossen werden.

Belegarzt

"Es scheint so, wie es allen klar ist: Man will das Haus schließen", sagt auch Dr. Matthias Krist, niedergelassener HNO-Arzt in Künzelsau, der am Künzelsauer Krankenhaus als Belegarzt operiert. Wenn das Krankenhaus verschwinde, habe das Auswirkungen auf die gesamte ärztliche Versorgung in der Kreisstadt, so Krist.