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Skurrile Komödie mit kritischem Hintergrund
Von Jennifer Maurer
Künzelsau - Die Proben für das neue Stück der Theater-AG des Ganerben-Gymnasiums in Künzelsau laufen auf Hochtouren. In Arbeit ist das Stück "Die Irre von Chaillot" des französischen Schriftstellers Jean Giraudoux. Noch ein knapper Monat bleibt den 35 Schülerinnen und Schülern unter Leitung von Ute Mollenhauer, um die Inszenierung auf die Bühne zu bringen.
"Es ist noch so viel zu machen. Aber wir freuen uns alle auf das, was noch kommt", sagt Lena Kaiser (Klasse 11). Aus Erfahrung weiß sie, dass am Ende immer alles klappt. Lukas Sturm hat sich kurz vor Beginn der Proben in eine ruhige Ecke zurückgezogen und stimmt seine Gitarre. Er sorgt als Straßenmusiker für das eine oder andere musikalische Intermezzo. Andere sind mit ihren Kostümen beschäftigt. Mal ist ein Kleid zu klein, mal zu groß, mal fehlen die Verzierungen.
Grundsätze
Die Ersten nehmen ihre Positionen ein. Die Probe kann beginnen. Ute Mollenhauer, die die AG seit rund sieben Jahren leitet, gibt erste Anweisungen: "Wir versuchen, so viel wie möglich durchzuspielen, damit man sieht, wo es noch Schwachstellen gibt." Drei Grundsätze sind dabei besonders wichtig: "Laut und deutlich reden. In alle Richtungen und langsam sprechen und Theater spielen." So bekommen die drei Bühnen Leben eingehaucht und es geht schnell hoch her.
Damit alles klappt, ziehen alle an einem Strang. Sogar ehemalige Schüler und Theater-AG-Mitglieder sind gekommen, um etwa beim Aufbau der großen Bühnenteile zu helfen. Mollenhauer fungiert dabei als "Mutter für alles." Mit Rat und Tat steht sie ihren Schülern zur Seite, motiviert und macht Verbesserungsvorschläge.
Gemeinschaftsgedanke
Ein Stück zu finden, bei dem 35 Schüler mitwirken können, ist nicht einfach. Nach langem Sondieren hat man sich auf "Die Irre von Chaillot" aus dem Jahr 1945 geeinigt. "Bei dem Stück lässt man sich darauf ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen", so Mollenhauer. Wichtig ist ihr der Gemeinschaftsgedanke, der das Projekt trägt: "Alle sind hier wichtig. Das Ensemble ist der Star."
Die skurrile Komödie mit wirtschaftskritischem Hintergrund spielt in Paris. Dabei begegnen dem normalen Volk skrupellose Wirtschaftsmogule. Letztere bringen durch ihr Handeln die Welt ernsthaft in Gefahr. Nur eine einzige Person kann das Gleichgewicht wieder herzustellen. Wer das ist, und ob die Geschichte ein gutes Ende nimmt, kann man auf der Premiere selbst herausfinden. Mollenhauer ergänzt:
Premiere ist am Donnerstag, 4. März, um 19 Uhr im Foyer des Gymnasiums. Weitere Termine sind am 5. und 6. März. Kartenvorverkauf unter der Telefonnummer 07940/98220.
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