Magisches Duo verblüfft nonstop

Von unserem Mitarbeiter Michael Dignal

Magisches Duo verblüfft nonstop
In der Zauberkunst gehört der Stuttgarter Topas zur Weltspitze. Mit seiner Partnerin Roxanne trat er vor 300 Besuchern in der Öhringer Kultura auf.Foto: Michael Dignal 

Öhringen - Man staunt und staunt und staunt. Die Zauberkunststücke, die Topas und Roxanne zum Jahresauftakt in der Öhringer Kultura vorführen, mögen luftig leicht erscheinen, sind aber von ganz schwerem Kaliber. Das Publikum ist, um es vorsichtig auszudrücken, fasziniert.

Viel Material Topas war bereits mit einem Comedy-Soloprogramm, in das er ein paar Tricks einbaute, in Öhringen zu Gast. Nun kam er mit seiner großen Zaubershow "Surprise" plus Partnerin, Roadies und viel Material wieder − und 300 Besucher kamen, um ihn zu sehen. Zum Einstieg zeigt er Fingerübungen: "Sie können ruhig mitmachen, es tut nicht sehr weh." Viele versuchen es, aber kaum einem gelingt es.

Dann die Wunderwerke: Frau verschwindet, Mann taucht auf, eine Flasche Orangensaft erscheint aus dem Nichts. Topas holt elf große und funktionierende Lautsprecherboxen scheinbar aus einer Tischplatte, und dann scheint sich sein Unterleib von seinem Oberkörper zu trennen. Verblüffende Illusionen, betont lässig und doch mit aufwändiger Lightshow präsentiert.

Nebenbei plaudert der preisgekrönte Stuttgarter Magier, der auch in Las Vegas große Auftritte hat, über Berufserfahrungen, macht Scherze und seltsame Geräusche oder singt ein Lied, bei dem er auf Halbmetergröße schrumpft. Dann ist es Roxanne, die den Meister in Luft auflöst und mit ihren Haaren, allerdings ohne jeden Zaubertrick, im Eiltempo zwanzig verschiedene Frisuren formt.

Mops verschwindet Als "Überraschungsgast" tritt Mops Eddie auf, der − jeglicher aktiver Zauberkunst unverdächtig − plötzlich auch von der Bühne verschwindet, um einige Meter weiter im Saal wieder in Erscheinung zu treten. Man staunt und denkt automatisch: schnell weg und dann wieder da sein, beinahe so wie in der Politik.

Am Ende darf Roxanne in der Öhringer Kultura ein Schaumbad nehmen, sich darin verflüchtigen und mit einer Assistentin gleich wieder feste Gestalt annehmen. Der 39-jährige Topas setzt sein Könnergrinsen auf und verabschiedet sich von den Hohenlohern mit kniffligen Fingertricks. Der Rahmen ist augenscheinlich perfekt. Die Zuschauer sind sprachlos, geben aber dafür umso heftiger Beifall.



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