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An Heiligabend übriggeblieben
Schwäbisch Hall - Amateurtheater spielt "Josef und Maria" am Sonntag, 4. Dezember, um 19 Uhr im alten Schlachthaus.
Heiligabend nach Ladenschluss, die letzten Kunden sind mit Geschenken nach Hause geeilt. Jetzt beginnt für Putzfrau Maria die Schicht. In der Möbelabteilung begegnet sie Josef, dem Mann von der Wach- und Schließgesellschaft. Zunächst zögernd erzählen sie einander aus dem Leben. Komisches mischt sich mit Tragischem, Gegenwart mit Vergangenheit, Härte mit Sentimentalität. Zwei ältere Menschen mitten in der Warenpracht eines Kaufhauses: übriggeblieben, lächerlich geworden. Wenn da nicht die Liebe wäre.
Dieses "Weihnachtsmärchen für Erwachsene" wurde 1980 im Wiener Volkstheater uraufgeführt, in 21 Sprachen übersetzt und steht weltweit auf den Spielplänen. In der Neufassung von 1999 wird Josef, der alte Kommunist, angesichts des Untergangs der Sowjetunion zum letzten Mohikaner des Sozialismus, während Maria, die einmal Tingeltangel-Tänzerin war, ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter nur auf die Nerven geht. Karten unter www.kleinestheaterhall.de. red
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