Carmen-Würth-Forum bietet Klassik für die Region

Künzelsau  Das Carmen-Würth-Forum ist schon jetzt ein Publikumsmagnet. Die Würth-Gruppe hat die Klassik-Highlights für die Saison 2018/19 vorgestellt. Mit dabei Anne-Sophie Mutter, Sol Gabetta und Bryn Terfel.

Von Claudia Ihlefeld

Sol Gabetta kommt im April 2019 mit dem Luzerner Sinfonieorchester.

 

Knapp 48 000 Menschen haben seit Eröffnung des Carmen-Würth-Forums die Kulturveranstaltungen dort besucht: Seit ihrem Saisonstart unter Dirigent Kent Nagano im Juli vergangenen Jahres und mit 14 ausverkauften Konzerten blicken die Würth Philharmoniker auf eine erfolgreiche erste Spielzeit zurück. Daneben gab es Sonderkonzerte und Begegnungen im Treffpunkt Forum.

Vorläufiger Höhepunkt der noch laufenden Saison: Bei ihrer Klassik-Soirée am 26. Mai, 17 Uhr, konzertieren die Würth Philharmoniker mit der russischen Sopranistin Anna Netrebko und dem Tenor Yusif Eyvazov.

Große Nachfrage bei Highlights

Der offizielle Kartenverkauf dafür startet Donnerstag: um 9 Uhr bei Eventim, um 11 Uhr an der Kasse im Museum Würth. Den Vorwurf, dass viele der 580 Karten weg sind, weist C. Sylvia Weber zurück. Zumal die 300 Abonnenten für die Würth Philharmoniker Vorkaufsrecht haben.

"Wir haben gelernt, dass das Interesse an Klassikkonzerten groß ist", sagt Weber, Geschäftsbereichsleiterin Kunst und Kultur in der Würth-Gruppe. Wie das Programm entsteht? "Es gibt zum einen den direkten Kontakt zu den Künstlern und den zu den Agenturen."

Große Namen für neue Saison

Noch bevor die Saison mit Netrebko zu Ende geht und beim Würth-Open-Air mit Rolando Villazón (22. Juni) ein weiterer Klassikstar ins Hohenlohische kommt, müssen die Eckpfeiler der kommenden Spielzeit im Carmen-Würth-Forum stehen: zwölf Saisonkonzerte der Würth Philharmoniker, ein Sommerkonzert, zwei Kammerkonzerte mit den Geigern Joszef Lendvay und Ksenia Dubrowskaya, drei Familien- und Schülerkonzerte mit der Dirigentin Elisabeth Fuchs.

Und als Highlights: der Auftritt des World Orchestra for Peace mit den Würth Philharmonikern unter Donald Runnicles (11. November), ein Liederabend mit Tenor Bryn Terfel (3. November), das Konzert des Luzerner Sinfonieorchesters mit der Cellistin Sol Gabetta (16. April 2019) und eine Begegnung mit der Geigerin Anne-Sophie Mutter und dem Kammerorchester Wien-Berlin unter Rainer Honeck (27. Mai 2019). Dass Musik bei Würth immer eine Rolle gespielt hat, ist nicht neu. Mit dem Carmen-Würth-Forum hat sie einen festen Rahmen.

Bei Großveranstaltungen reicht der Reinhold-Würth-Saal nicht

580 Plätze bietet der Reinhold-Würth-Saal. Warum nicht umziehen in den Großen Saal? Eine Frage der Akustik. Ausnahmen bestätigen die Regel: Der Auftakt des Würth-Open-Air mit Villazón und den Würth Philharmonikern unter der Leitung von Elisabeth Fuchs findet im Großen Saal statt mit Platz für über 2000 Besucher. Bei Nachfrage wird das Konzert auf Großleinwänden unter freiem Himmel übertragen. Für das Open-Air am 23. und 24. Juni sind Fritz Kalkbrenner, Max Giesinger, Glasperlenspiel, Johannes Oerding, Tom Gregory und Sunrise Avenue engagiert.

Der Besucherradius? Reicht hinter Crailsheim, Tauberbischofsheim, Würzburg, nach Heilbronn, vereinzelt nach Ludwigsburg und Stuttgart. Das hängt mit den Distanzen zusammen. Die Aktivitäten im Carmen-Würth-Forum versteht Weber als "Angebot an die Region". Die Schnittmenge zwischen Kunst- und Klassikklientel ist groß. Zudem gibt es Kartenkontingente für Firmen innerhalb der Würth-Gruppe und außerhalb. Das Programmheft für die Saison 2018/19, die am 3. Oktober mit Heinz Holliger und Patricia Kopatchinskaja startet, muss noch gedruckt werden, nicht jeder Vertrag ist verbindlich abgeschlossen.