70 Jahre HZ: Leser bejubeln Theater im Fluss

Künzelsau  Vor 70 Jahren wurde die Hohenloher Zeitung gegründet. Zu diesem Anlass veranstaltet die HZ zwei große Leser-Events. Das erste: Eine Sondervorstellung des Theater im Fluss in Künzelsau, nur für HZ-Leser.

Von Barbara Griesinger und Daniel Stahl

Der Applaus dauerte lange. Minutenlang feierten die 300 Leser der Hohenloher Zeitung am Mittwochabend das Ensemble vom Theater im Fluss. Für nur fünf Euro konnten die Gewinner einer Leser-Aktion das Theater sehen. Die Schauspieler um Regisseur Franz Bäck geben in diesem Jahr das Stück "Angst essen Seele auf" von Rainer Werner Fassbinder. Das Künzelsauer Kocherfreibad war dafür an dem warmen Sommerabend die perfekte Kulisse.

„Ich bin zum ersten Mal im Theater im Fluss. Mein Mann hat mich mit den Karten überrascht und ich bin sehr gespannt“, sagte Margret Stark aus Waldenburg. Vermutlich wurde sie nicht enttäuscht. „Stück, Schauspieler, die ganze Atmosphäre  es ist ganz toll. Ich bin schon zum vierten Mal beim Theater in Fluss und ich bin jedes Mal von neuem begeistert“, sagte Annette Wenninger aus Pfedelbach.

Aktion der HZ für ihre Leser

Sie war eine von 300 Leserinnen und Lesern der Hohenloher Zeitung, die eine Karte für das Leser-Event gekauft haben - für nur fünf Euro. Die Einnahmen des Verkaufs kommen der Aktion "Menschen in Not" zu Gute.

In seiner Begrüßung betonte Stimme-Verleger Tilmann Distelbarth die Bedeutung der Pressefreiheit. Er erzählte die Geschichte der Entstehung der Heilbronner Stimme und kurz darauf der Hohenloher Zeitung vor jetzt etwas mehr als 70 Jahren.

"Die Amateurschauspieler sind von Profis nicht zu unterscheiden"

Anschließend brachte das Stück von Rainer Werner Fassbinder das Publikum zum Nachdenken. Regisseur Bäck hat es aktualisiert für das Jahr 2017. Das Ensemble spielt gemeinsam mit Flüchtlingen.

Sarah Hank-Paidar aus Öhringen war angetan vom Theaterabend: „Ich bin zum ersten Mal hier, und es ist toll. Die Amateurschauspieler sind von Profis nicht zu unterscheiden. Ich kenne einige der Flüchtlinge auf der Bühne. Es ist sagenhaft, wie sie auf der Bühne agieren.“