Die Ruine bebt



 Bildergalerie: Rock in the Ruins Forchtenberg | 24.07.
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 Bildergalerie: Rock in the Ruins Forchtenberg II | 24.07.
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Man denkt sofort an Robbie Williams oder an Tokio Hotel. Nur ein weltbekannter Teenie-Schwarm kann so eine Massenhysterie auslösen. In der ersten Reihe kreischen junge Mädchen, was das Zeug hält. Sie fassen sich an den Kopf und himmeln die jungen Männer wenige Meter vor ihnen auf der Bühne an. Und dann kreischen sie noch lauter.

Top Act
So einen Trubel hat das Rock in the Ruins-Festival wohl selten erlebt. Auf der Forchtenberger Ruine spielt als Höhepunkt des Abends die Gruppe „Family Force 5“. Die fünf Musiker kommen aus Atlanta in den USA. Sie sind jung, sehen gut aus und sind zurzeit erfolgreich mit ihrem christlichen Südstaaten-Rock unterwegs.

Schon vor dem Auftritt von „Family Force 5“ sichern sich viele Jugendliche die besten Kreisch-Positionen vor der Bühne. Julia Künzel und ihre Freunde haben einen Platz in der ersten Reihe ergattert. Drei Tage haben sie beim Festivalaufbau mitgearbeitet, zusammen mit mehr als 100 anderen Helfern. Jetzt wollen sie nur noch den Auftritt der fünf US-Amerikaner sehen. „Die sind in den USA schon ziemlich berühmt“, jubelt Julia Künzel. „Auf Youtube haben Videos von denen über fünf Millionen Klicks“, sagt Jakob Kerner. „Ihre Kleider sind einfach toll und die Typen auch“, jauchzt Fabienne Knoll. „Die sind für eine super Live-Show bekannt“, weiß Kevin Haag. Die Spannung ist groß.

Doch auch die anderen Bands des Open Air-Festivals halten das Publikum in ihrem Bann. Vor der Bühne hüpfen, springen und tanzen seit dem frühen Abend Hunderte vor allem junge Besucher. Rock in the Ruins soll Gemeinschaft vermitteln und zeigen, dass auch Christen ordentlich rocken können, erklärt Pressesprecherin Birgit Turinsky. Knapp 1400 Besucher beweisen das an diesem Abend.

Botschaft
„Die christliche Botschaft ist mir wichtig“, sagt Rebecca Gerber. Sie hat ganze drei Stunden Anreise vom Kaiserstuhl hinter sich, um die Ska-Pop-Gruppe „Good Weather Forecast“ zu erleben. „Ich kenne keine Band, die so sympathisch ist.“ Die Gruppen bemühen sich tatsächlich redlich um ihre Fans. Sänger Fabi von der Gruppe „Sacrety“ steigt von der Bühne und fotografiert sich mit den jungen Fans. „Good Weather Forecast“ zünden gleich am Anfang ihres Auftritts eine Feuershow. Claas P. Jambor und seine Band schlagen danach ruhigere Töne an.

Am Rande
„Das ist am ehesten etwas für unsere Generation“, finden Carmen und Uwe Engelbrecht. Sie gehören an diesem Abend zur Elterngeneration und beobachten das wilde Tanzen lieber vom Rand. „Alle Bands waren bisher toll“, sagen sie und sind auf die letzte Gruppe des Abends gespannt - „Family Force 5“. Kurz darauf geht auf der Bühne das Licht aus. Der heiß ersehnte Auftritt der Amerikaner steht kurz bevor. Der Rest ist nur noch Kreischen.




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