Profi-Diebe stehlen 40 Navigationsgeräte

Von unserem Redakteur Hagen Stegmüller

Im September 2005 war der Waldenburger Audi-Spediteur schon einmal ins Blickfeld von Kriminellen geraten. Foto: Archiv/Stegmüller 
Waldenburg - Die Täter kamen zwischen drei und sechs Uhr morgens. Als sie wieder verschwanden, fehlten auf dem Waldenburger Gelände des Audi-Spediteurs ARS Altmann knapp 40 hochwertige Navigationsgeräte. Der Schaden beläuft sich auf eine viertel Million Euro.

Die Polizeidirektion Künzelsau will auf Nachfrage nur bestätigen, dass es in der Nacht auf Sonntag zu einem entsprechenden Vorfall gekommen ist. Mehr sagt die Polizei „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht.

Teuerste Geräte ausgesucht

Derweil geht der Waldenburger Altmann-Niederlassungsleiter davon aus, dass es sich um professionelle Diebe aus Osteuropa gehandelt hat. „Sie haben sich die teuersten Navi-Geräte herausgepickt“, berichtet Michael Helwig.

Den Erkenntnissen zufolge haben die Diebe abgewartet, bis der Wachmann und sein Hund ihren Rundgang beendet hatten. Anschließend schnitten sie ein Loch in den Zaun und drangen in die Fahrzeuge ein. Die 3.000 Euro teuren Navi-Geräte rissen sie rabiat aus der Verankerung und schnitten die Kabelbäume ab. „An jedem Auto ist insgesamt ein Schaden zwischen 5.000 und 7.000 Euro entstanden“, erläutert der Niederlassungsleiter.

Polizei tappt im Dunkeln

Auf der Suche nach den Tätern tappt die Polizei völlig im Dunkeln. Der Wachmann wurde vernommen, er hat angeblich nichts bemerkt. Man könne jetzt darüber spekulieren, ob diese Aussage zutreffe, sagt der Niederlassungsleiter. Konkrete Hinweise auf eine Mittäterschaft gebe es derzeit aber nicht.

Im September 2005 war der Waldenburger Audi-Spediteur schon einmal ins Blickfeld von Kriminellen geraten. Eine junge Bande überfiel den Wachmann (51), verletzte ihn lebensgefährlich und stahl zwei Audis im Wert von 120.000 Euro. Weil die Täter aus Hohenlohe stammten und später noch die Künzelsauer Volksbank beraubten, wurden sie gefasst und zu hohen Haftstrafen verurteilt. Der Haupttäter musste sieben Jahre hinter Gitter.

Verstärkte Kontrolle

Nach Angaben von Niederlassungsleiter Helwig ist seit dem brutalen Überfall von 2005 nichts mehr passiert. Ein Jahr lang sei der Wachdienst zu zweit unterwegs gewesen, ehe man die Besetzung wieder verringert habe. Den jüngsten Vorfall will ARS Altmann zum Anlass nehmen, die Sicherheitsvorkehrungen wieder zu verschärfen.

Unter anderem sollen weitere Kameras installiert werden, über eine Aufstockung von Security und Wachhunden wird nachgedacht. Auch die Polizei werde dort verschärft kontrollieren.
 




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