Ruhe nach dem Sturm bei Kaufland

Möckmühl - Bei Kaufland ist der Tag nach der Großrazzia, bei der unter anderem das Logistikzentrum in Möckmühl vom Zoll wegen des Verdachts auf Scheinwerkverträge kontrolliert wurde(wir berichteten), ein arbeitsreicher − jedenfalls in der Pressestelle. Im Lager läuft das Geschäft nämlich ganz normal weiter, sagt eine Sprecherin. Die Zollbeamten haben Unterlagen mitgenommen. Bis ein Verdacht möglicherweise bestätigt wird, bleibe alles beim Alten.

Der Heilbronner Verdi-Sekretär Helmut Schmidt findet die Kontrollen gut. "Wir sind eher der Meinung, dass dies zu wenig geschieht", sagt er. "Erst wenn die Firmen mit Kontrollen rechnen müssen, verhalten sie sich sie gesetzes- und tariftreu."

Die Edeka-Discounttochter Netto, deren Lager ebenfalls durchsucht wurden, betont indes, dass die Aufgabenbereiche von Netto-Mitarbeitern und Dienstleistern strikt getrennt seien: So könne der Lebensmittel-Discounter die Wirksamkeit der Werkverträge in seinen Logistikzentren einhalten und stets kontrollieren. mfd




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