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Industrie ist der Wachstumsmotor
Von unserem Redakteur Jürgen Paul
Heilbronn - Die regionale Wirtschaft hängt entscheidend von der Industrie ab. Ein Blick in das kürzlich vorgelegte Datenmaterial der IHK zeigt, dass das Verarbeitende Gewerbe nach wie vor die tragende Säule in Heilbronn-Franken ist.
"Die glänzenden Konjunkturdaten lassen den tiefen Einbruch vom Krisenjahr 2009 fast schon vergessen", schreibt die Kammer in ihrem aktuellen Statistikbericht, der die Zahlen von 2010 aufbereitet. So haben die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe im IHK-Bezirk 2010 um satte 17,1 Prozent auf 28,57 Milliarden Euro zugelegt, nachdem es im Vorjahr einen heftigen Einbruch um 20,6 Prozent gegeben hatte.
Besonders stark ist die Industrie im Landkreis Heilbronn, wo die Autoindustrie samt Zulieferern und auch der Maschinenbau stark vertreten sind. Mit 14,34 Milliarden Euro steuert der Landkreis mehr als die Hälfte der Industrieumsätze in Heilbronn-Franken bei.
Bemerkenswert ist die starke Exportorientierung der hiesigen Unternehmen. So ist die Exportquote im Verarbeitenden Gewerbe 2010 auf 48,8 Prozent gestiegen − mittlerweile setzen die Unternehmen also fast jeden zweiten Euro mit ausländischen Geschäftspartnern um. Zum Vergleich: 1995 lag die Exportquote gerade mal bei 30,2 Prozent.
Handel
Die Bedeutung der regionalen Industrie mit einem Gesamtumsatz von 28,57 Milliarden Euro wird auch im Vergleich mit dem Handel deutlich. So hat der Großhandel 2010 zwar um 11,3 Prozent zugelegt. Er kommt aber dennoch nur auf einen Umsatz von 7,37 Milliarden Euro. Und der Einzelhandel musste 2010 sogar einen Rückgang um 1,5 Prozent hinnehmen und erzielte Umsätze in Höhe von knapp vier Milliarden Euro.
Zuversicht
Die IHK blickt nach dem ebenfalls sehr gut verlaufenen Jahr 2011 zuversichtlich in die Zukunft. "Unsere regionale Wirtschaft steht auch 2012 auf soliden Grundlagen. Sie bleibt dabei geprägt von einem starken produzierenden Gewerbe, das sich dank seiner Innovationskraft und Leistungsfähigkeit im internationalen Wettbewerb hervorragend behauptet", teilte IHK-Geschäftsführer Armin Behringer auf Anfrage mit.
Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Risiken sieht die Kammer die Zeichen weiter auf Wachstum. "Unsere Dachorganisation DIHK rechnet, gestützt auf Umfragen bei mehr als 25 000 Unternehmen, für 2012 mit einem Wachstum nahe bei einem Prozent. So können wir recht optimistisch ins neue Jahr gehen", meinte Behringer.
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