Foto-Shooting in der R8-Produktion

Von Alexander Schnell


Neckarsulm - Was sind schon Sturmtiefs wie Xynthia oder Daisy im Vergleich zum Audi R8 Spyder? Wenn das Stoffverdeck des offenen Supersportwagens aus Neckarsulm nach nur 19 Sekunden per Knopfdruck hinter den beiden Sitzen verschwunden ist und der Fahrer die Kraft des Zehnzylinders im Heck voll ausschöpft, entfacht der R8 einen kleinen Orkan. Der dürfte so manche Frisur der Passagiere durcheinander bringen. Bis Tempo 50 lässt sich das Verdeck auch während der Fahrt öffnen. Nicht nur das zieht die Blicke auf den offenen R8. Auffällig ist auch der Heckdeckel aus Kohlefaser: Auf ihm prangen hinter den Kopfstützen zwei markante Lufthutzen.

„Der R8 Spyder ist einer der schönsten Audis aller Zeiten.“ Man möchte Jochen Wagner von der Quattro GmbH kaum widersprechen. Aber nicht nur das Design ist auffällig, auch mit nackten Zahlen sorgt der Zweisitzer für Superlative: zehn Zylinder, 525 PS, maximal 313 km/h schnell und mindestens 156 400 Euro teuer. Auf dem Cabriomarkt geht es derzeit kaum exklusiver.

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Im stolzen Preis ist auch eine 465-Watt-Soundanlage von Bang & Olufsen enthalten. Doch die Musik mag noch so schön aus den Boxen klingen – der beste Sound kommt beim R8 Spyder direkt aus dem Auspuff. Das unverwechselbare Röhren des Zehnzylinders begleitet die Passagiere beim Cruisen durch die Stadt genauso wie bei der etwas flotteren Gangart über die Landstraße oder bei Vollgas auf Autobahnen.

Wer das Gaspedal voll durchdrückt und die Gänge schnell genug wechselt, befördert den R8 Spyder in 4,1 Sekunden auf Tempo 100. Gas geben, bremsen, einlenken – alles funktioniert bei dieser Fahrmaschine mit höchster Präzision. In Sachen Dynamik muss sich der offene R8 nicht vor seinem geschlossenen Pendant verstecken. Und das, obwohl der schnellste Roadster der Marke 100 Kilogramm mehr auf die Waage bringt als das R8 Coupé.

Hintergrund: Foto-Shooting 2010


Das diesjährige Foto-Shooting der Auto-Stimme wurde in der R8-Produktion und dem Ausstellungsraum von Audi bei der Quattro GmbH in Neckarsulm durchgeführt. Ins rechte Licht gerückt hat das Ganze Robert Klenk aus Stuttgart. Der 37-Jährige fotografiert seit 1995 und hat ein Faible für Autos. „Daher war das Shooting mit dem Audi R8 Spyder ein besonders großes Vergnügen“, so Klenk.

Glück im Unglück hatten die Verantwortlichen der Auto-Stimme: Nachdem das vorgesehene Model am Tag der Aufnahmen kurzfristig absagte, sprang Klenks Freundin Constanze (33) ein. Die Architektin nahm es locker: „Ich probiere gerne mal was Neues aus. Mir hat es Spaß gemacht.“


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