Salzwerke peilen Rekordjahr an

Von Werner Tewes

Salz Nicht nur die firmeneigenen Lager werden derzeit wieder aufgefüllt. Auch die Kommunen ordern schon jetzt fleißig Auftausalz. Foto: Archiv/Kugler

Heilbronn - Die Südwestdeutsche Salzwerke AG (SWS) ist auf Rekordkurs. Im ersten Halbjahr 2010 hat das Unternehmen aus Heilbronn den Umsatz und das Ergebnis deutlich gesteigert. Die Zuwachsraten liegen jeweils im zweistelligen Prozentbereich. „Wir sind zufrieden“, bilanziert SWS-Vorstandschef Ekkehard Schneider. Seine Prognose: „2010 könnten wir Zahlen in Rekordhöhe erzielen.“ Zum Vergleich: 2009 erwirtschaftete SWS einen Umsatz von 282 Millionen Euro, die bisherige Bestmarke von 2005 liegt bei 302 Millionen Euro.

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Für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres verzeichnet die SWS AG Erlöse von 166,4 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Da die eigenen Lager zum Jahresanfang gefüllt waren und man die Produktionskosten niedrig halten konnte, liegt das Ergebnisplus sogar bei 40,4 Prozent. Unter dem Strich verbuchte die SWS AG, an der die Stadt Heilbronn mit 46,6 Prozent sowie das Land Baden-Württemberg mit 45 Prozent der Anteile die Großaktionäre sind, einen Gewinn von 16 Millionen Euro.

Die positiven Zahlen sind vor allem eine Folge des langen Winters. Das Absatzplus beim Streusalz liegt bislang bei 15 Prozent. Dass sich die allgemeine Konjunktur wieder erholt, zeigt sich zudem in den konstanten Verkaufszahlen vom Industriesalz.

Im Hauptgeschäftsfeld Salz kletterte der Umsatz demnach um 17 Prozent auf 145,8 Millionen Euro. Der Bereich Entsorgung legte um zehn Prozent auf 17 Millionen Euro zu. Nur in den sonstigen Segmenten, wozu die Reederei Schwaben gehört, sind die Erlöse um drei Prozent auf 3,6 Millionen Euro zurückgegangen. Doch auch die SWS-Schiffsflotte ist inzwischen laut Schneider wieder „gut ausgelastet“. Kurzarbeit gibt es in der Reederei jedenfalls nicht mehr. Untertage wird derweil sogar während des Sommers mehrschichtig gearbeitet. Der letzte Winter mit Lieferengpässen beim Streusalz ist den Kommunen offenbar in Erinnerung geblieben. Derzeit sind die Salzwerke damit beschäftigt, die eigenen Lager und die der Kunden wieder aufzufüllen.

Schneidemaschine

Größte Investition in diesem Jahr wird die Anschaffung des dritten Continuous Miner im Herbst sein. Kosten für die Schneidemaschine plus der nötigen Infrastruktur: 5,5 Millionen Euro. Dass es dem Konzern gut geht, zeigt auch die Mitarbeiterzahl. 1115 Menschen sind bei SWS beschäftigt und damit 36 mehr als vor Jahresfrist.

Zwar betont Schneider, dass der Ergebnissprung im ersten Halbjahr sich „in den kommenden Monaten relativieren“ wird – etwa durch das Auffüllen der eigenen Lager. Aber auch so plant der Vorstand für das Gesamtjahr 2010 mit einem Umsatzplus im „unteren zweistelligen Bereich“. Der Ergebnisanstieg wird laut SWS darüber liegen.




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