Magna: Zaberfelder Aus liegt nicht an Opel (20.11.09)

Zaberfeld/Wien - Der österreichisch-kanadische Autozuliefererkonzern Magna hat Gerüchte dementiert, nach denen die geplante Schließung des Zaberfelder Werkes etwas mit dem Scheitern des Opel-Deals zu tun habe. „Das entbehrt jeder Logik“, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Zuletzt hatte die Industriegewerkschaft BCE behauptet, es gebe Hinweise dafür, dass das Aus in direktem Zusammenhang mit der geplatzten Übernahme stehe.

Laut Magna hätte der Standort jedoch keine Vorteile aus dem Geschäft gezogen. „Unser Zuliefergeschäft mit anderen Autoherstellern hätte durch die Übernahme eher gelitten“, so der Magna-Sprecher. Fakt ist, dass in Zaberfeld Sonnenblenden für Pkw der Premium- und Luxusklasse produziert wurden. Die Hauptabnehmer waren Daimler, BMW und Jaguar. Teile für Fahrzeuge der Kompaktklasse oder für Kleinwagen, klassische Felder von Opel, gehörten dagegen nicht zur Produktpalette. Auch die Firmenbilanzen zeigen, dass das Zaberfelder Werk schon seit knapp fünf Jahren rote Zahlen schreibt – also weit vor allen Übernahmeplänen.

Was mit den Mitarbeitern nach der Schließung des Werks geschieht, ist derweil weiterhin offen. Die Verhandlungen zwischen Management und Betriebsrat über einen Sozialplan- und Interessenausgleich dauern noch an. Laut Magna waren neben den 239 Mitarbeitern aus der Stammbelegschaft zuletzt auch rund 70 Leiharbeitskräfte am Standort beschäftigt.     wet




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