Magna: Keine Zukunft für Standort Zaberfeld (24.03.2010)

Von Werner Tewes

Das Werk, das Sonnenblenden für die Autoindustrie produziert, schrieb in den vergangenen fünf Jahren rote Zahlen. Foto: HSt-Archiv


Zaberfeld - Die Hoffnung ist dahin: Nach nochmaliger Überprüfung aller Zahlen ist ein Gutachten jetzt zu dem Ergebnis gekommen, dass das Magna-Werk in Zaberfeld in keiner Form zukunftsfähig ist. Auch der Erhalt von Teilbereichen sei nicht rentabel, heißt es. Die Geschäftsleitung hat zudem die Verhandlungen um einen Sozialplan und Interessenausgleich für gescheitert erklärt. Damit geht Magna in Zaberfeld endgültig und komplett dem Ende entgegen.

Umzugspläne

Die Vorbereitungen für einen Abzug der Produktion sind bereits in vollem Gange. Informierten Kreisen zufolge sind Planer aus dem Magna-Werk in Massen/Brandenburg derzeit damit beschäftigt, den Umzug der Maschinen zu organisieren. Im Herbst, so heißt es, soll das Werksgelände in Zaberfeld geräumt sein.

Die Stimmung am Standort beschreiben Insider als „eine totale Katastrophe“. Der Grund: Bis zuletzt hatten Betriebsrat und Gewerkschaft noch geglaubt, dass zumindest Teile der Produktion und der Verwaltung gehalten werden könnten. Das neue Gutachten hat diese Hoffnung jedoch zerstört.

Differenzen

Die aktuell noch 220 Mitarbeiter in Zaberfeld blicken derweil einer ungewissen Zukunft entgegen, nachdem die Verhandlungen zwischen Firmenleitung und Arbeitnehmervertretern um einen Sozialplan und Interessenausgleich jetzt ergebnislos abgebrochen wurden. Magna hat die Verhandlungen für gescheitert erklärt, weil die Positionen zwischen den Parteien zu weit auseinanderlagen.



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