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Luschenz kündigt 41 Mitarbeitern
Von Jürgen Paul
Heilbronn - Rund 260 frühere Läpple-Beschäftigte hatte Valentin Luschenz vor drei Jahren übernommen, um sie über Transfergesellschaften weiterzubeschäftigen. Nun hat der frühere Betriebsratschef des Autozulieferers 41 Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt − und zugleich den Betrieb seiner Firma Pro PL eingestellt. "Ich habe so lange wie möglich den Schutzschirm über die Beschäftigten gehalten", sagt der Unternehmer Luschenz. Doch irgendwann sei das Ende erreicht. Für die betroffenen Mitarbeiter habe er keine Zukunftsperspektive mehr gesehen, zumal einige von ihnen nicht arbeitswillig gewesen seien. Für andere lotet Luschenz derzeit die Möglichkeiten aus, sie doch noch unterzubringen.
Mitgift
Die Pro PL war die Muttergesellschaft mehrerer Personaldienstleister, die seit Anfang 2009 ehemalige Läpple-Mitarbeiter beschäftigen. Im Mittelpunkt dieser Gruppe steht die von Luschenz mitgegründete Firma Innovative Transfer Personal Lösungen (ITPL). Die Läpple AG hatte der ITPL damals 13,6 Millionen Euro als Mitgift mitgegeben, dafür zahlte die Zeitarbeitsfirma ihren Mitarbeitern volle Tariflöhne und gab ihnen eine dreijährige Beschäftigungsgarantie.
Da diese drei Jahre nun vorbei sind, war für Luschenz klar, dass es "Veränderungen geben muss". Erst recht, da es seit Jahresanfang kein Konjunktur-Kurzarbeitergeld für Zeitarbeiter mehr gebe. Er sei gewiss kein radikaler Arbeitgeber, betont der Ex-Betriebsratschef, doch er trage auch Verantwortung für die anderen Beschäftigten. Die IG Metall Heilbronn-Neckarsulm bestätigte die Zwänge, in denen sich die Firmengruppe befinde.
Gewinnschwelle
Luschenz weist darauf hin, dass er von den 260 übernommen früheren Läpple-Mitarbeitern 160 untergebracht habe. Derzeit beschäftigt er noch 60 Personen bei der ITPL, 15 bei der Firma Pro PL2 und sieben bei FOB-HN Transfer. Luschenz will mit der Gruppe im laufenden Jahr die Gewinnschwelle erreichen. Denn die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin hoch. 2011 habe er einen Umsatz von 3,4 Millionen Euro erwirtschaftet. "2010 waren es noch 1,7 Millionen Euro", sagt der ITPL-Geschäftsführer.
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