Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit

Region Heilbronn - Zum Start in das neue Jahr ist die Arbeitslosigkeit im Stadt- und Landkreis Heilbronn angestiegen. Damit wirkten sich im Januar die jahreszeitlich üblichen Einflüsse aus, jedoch kaum die Witterung. Der milde Winter spielte bislang noch keine Rolle auf dem Arbeitsmarkt. Der traditionelle Kündigungstermin zum Jahresende und die Beendigung vieler befristeter Arbeitsverträge haben aber zur Zunahme der Arbeitslosigkeit geführt.

Zum Statistiktermin waren 10.230 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 949 mehr als im Dezember, aber 1.645 weniger als vor einem Jahr. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Januar 2011 um knapp 14 Prozent. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen stieg auf 4,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,9 Prozent.

„Die stabile Lage auf unserem Arbeitsmarkt zeigt sich bei der Beschäftigungsentwicklung“, sagt Martin Diepgen, Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, „Ende Juni 2011, dem aktuellen statistischen Zeitraum, gab es in unserem Bezirk rund 175.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Gegenüber dem Vorjahresquartal waren das knapp 5.800 Menschen oder 3,4 Prozent mehr. Damit haben wir einen deutlich stärken Beschäftigungsaufbau als im landesweiten Schnitt, der bei 2,5 Prozent lag.“

Im abgelaufenen Monat waren Frauen stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Männer. Im Januar waren 5.259 Frauen arbeitslos gemeldet, 390 mehr als vor vier Wochen (plus 8,0 Prozent). Bei den Männern war eine Zunahme um 559 auf 4 971 zu verzeichnen (plus 12,7 Prozent).

Entwicklung nach Rechtskreisen

In der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch (SGB) III) stieg im Berichtsmonat Januar die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Dezember um 14,4 Prozent auf jetzt 4.318 Personen an. Gegenüber dem Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit aber um 19,8 Prozent niedriger.

Bei den Personen, die Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) erhalten, ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen. 5.912 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet, 406 mehr als im Dezember aber 582 weniger als vor einem Jahr (minus 9,0 Prozent).

Jugendarbeitslosigkeit angestiegen

Auch bei den Jüngeren ist die Arbeitslosigkeit angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren hat gegenüber dem Vormonat um 125 Personen auf 783 zugenommen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit stieg von 2,2 auf 2,6 Prozent. Vor Jahresfrist lag sie noch bei 2,9 Prozent. Damals waren 865 junge Menschen arbeitslos gemeldet.

Bei den arbeitslosen Frauen und Männern, die 50 Jahre und älter sind, stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Dezember um 8,2 Prozent an. Mit 3.450 Personen waren in dieser Altersgruppe 260 Personen mehr arbeitslos gemeldet. Vor einem Jahr wurden noch 3.754 Arbeitslose gezählt.

Nachfrage nach Arbeitskräften zurückgegangen

Den Arbeitsvermittlern wurden im Januar 766 neue Stellenangebote von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet. Das sind 297 weniger als noch vor einem Monat.

Das vorhandene Angebot an freien Arbeitsplätzen liegt gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert bei 3.412 Stellen. Der Stellenbestand hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 20,7 Prozent erhöht.

 

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis wurden im Januar 1.858 Arbeitslose gezählt. Das sind 250 Menschen weniger als vor einem Jahr. 665 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 319 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3,1 Prozent.

Arbeitgeber haben 265 Stellenangebote im Januar aufgegeben. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 970.

 

Südwest-Arbeitsmarkt bundesweit am besten - vor Bayern

Erstmals seit einem Jahr hat der Südwest-Arbeitsmarkt den Dauerkonkurrenten Bayern übertroffen und weist die niedrigste Arbeitslosenquote bundesweit auf. Im Januar stieg der Wert in Baden-Württemberg saisonbedingt zwar um 0,4 Punkte auf 4,1 Prozent. In Bayern aber lag die Quote mit 4,2 Prozent leicht darüber.

Nach Angaben der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit in Stuttgart waren 228.020 Männer und Frauen arbeitslos, 33.000 weniger als noch vor einem Jahr. Auch mit 2,6 Prozent Jugendarbeitslosigkeit schneidet Baden-Württemberg deutschlandweit am besten ab. lsw
 




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