Läpple: Vorstand und Betriebsrat nähern sich an

Von Werner Tewes

Heilbronn - Bei der Firma Läpple haben sich der Vorstand und der Betriebsrat in Fragen der künftigen Mitbestimmung angenähert. Vor dem Arbeitsgericht Heilbronn einigten sich beide Seiten gestern darauf, dass die Arbeitnehmervertreter auch künftig noch außerordentliche Betriebsversammlungen beim Automobilzulieferer abhalten dürfen. Anders als zuvor sollen diese allerdings ab sofort möglichst in der arbeitsfreien Zeit veranstaltet werden.

Konflikt

Strittig bleibt freilich, ob der Betriebsrat in seiner jetzigen Zusammensetzung die Verhandlungen im anstehenden Sanierungsprozess mit dem Vorstand führen darf oder nicht. Laut IG Metall sind die Arbeitnehmervertreter gesetzlich dazu berechtigt, ein Übergangsmandat zu erhalten. Auch der amtierende Betriebsratsvorsitzende der Läpple AG, Valentin Luschenz, betonte jetzt nochmals, dass er seine Aufgaben zunächst weiterhin wahrnehmen wird. „Solange noch keine neuen Betriebsräte gewählt worden sind, bin ich für die Belegschaft da“, so der Arbeitnehmervertreter.

Nachrücker

Gemeinsam mit acht weiteren Mitgliedern des aktuell 13-köpfigen Betriebsratsgremiums des Automobilzulieferers wechselt Luschenz zum heutigen Tag freilich in den neuen Werkzeugbau des portugiesischen Unternehmers Mario Da Silva und ist damit nicht mehr in der Läpple-Gruppe beschäftigt. Der Vorstand vertrat deshalb zuletzt auch die Meinung, dass für die abwandernden Betriebsräte Nachrücker in das Arbeitnehmergremium rutschen könnten. Ob dieser Konflikt auch vor dem Arbeitsgericht Heilbronn geklärt werden muss, ist bisher allerdings noch unklar.



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