IG Metall unterstützt Läpple-Betriebsrat (23.08.2010)

Von Werner Tewes

Heilbronn - Die IG Metall Heilbronn-Neckarsulm hat die Gesellschafter der Läpple AG dazu aufgefordert, die Entscheidung über die Zukunft des Standorts Heilbronn zu vertagen.

In einer Pressemitteilung erklärt die Gewerkschaft, dass sie eine Fristverlängerung um mindestens vier Wochen erwarte. Nur so sei gewährleistet, dass das Alternativkonzept des Betriebsrats eine „realistische Chance“ habe. Geplant ist, dass die Gesellschafter diesen Donnerstag zur Hauptversammlung zusammenkommen, um final über die Umstrukturierung abzustimmen.

Eskalation befürchtet

Laut IG Metall bestehe allerdings kein Grund für eine „übereilte Entscheidung“. Damit erfolge nur eine Eskalation der Situation. Sollte es keine Verlängerung der Frist geben, wäre „das der Versuch „das Alternativkonzept des Betriebsrats auf kaltem Weg zu erledigen“, so die Gewerkschaft. Gleichzeitig fordert die IG Metall den Vorstand des Autozulieferers dazu auf, alle „Maßnahmen zur Umsetzung seines eigenen Konzepts“ einzustellen.

Vorstandschef beharrt auf Ultimatum

Vergangenen Freitag hatte Läpple-Betriebsratschef Valentin Luschenz angekündigt, dass es potenziellen Investoren für das Konzept der Arbeitnehmervertreter nicht möglich sei, bis diesen Donnerstag ein konkretes Angebot zur Übernahme des Standortes zu formulieren (wir berichteten). Gegenüber der Heilbronner Stimme sagte Läpple-Vorstandschef Olaf Hedden allerdings, dass eine Vertagung der Entscheidung nicht infrage käme (siehe Video).







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