Getrag-Mitarbeiter kämpfen um ihre Jobs


Untergruppenbach - Die Mitarbeiter des Getriebeherstellers Getrag gehen gegen den geplanten Abbau mehrerer hundert Arbeitsplätze auf die Barrikaden. „Die Beschäftigten von Getrag lassen sich nicht wie die Lämmer zur Schlachtbank führen“, sagte Frank Iwer von der Bezirksleitung der IG Metall Baden-Württemberg am Freitag in Stuttgart. „Sie werden für ihre Arbeitsplätze kämpfen und in den kommenden Wochen sichtbaren Widerstand gegen die Pläne des Unternehmens leisten.“

Aktionstag

Der Zulieferer hatte in dieser Woche angekündigt, in Deutschland innerhalb der nächsten zwei Jahre 700 Arbeitsplätze streichen zu wollen. Dagegen wollen die Getrag-Beschäftigten bei einem Aktionstag vor der Unternehmenszentrale in Untergruppenbach (Foto: Dirks) protestieren. Die Details und weitere Aktionen sollen in den nächsten Tagen vereinbart werden, teilte die IG Metall mit.

Betroffen sind von den Abbauplänen neben dem Stammsitz die Standorte Neuenstein und Bad Windsheim (Bayern). Außerdem soll die Produktion in Ludwigsburg bis Ende 2011 vollständig aufgegeben werden. Das Management begründete die harten Einschnitte mit den schwachen Produktionszahlen und den dadurch entstandenen Überkapazitäten an den Standorten.

Getrag war durch die Autokrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten und musste im Frühjahr unter anderem eine Landesbürgschaft über 20 Millionen Euro in Anspruch nehmen. Das Unternehmen hatte bereits Anfang 2009 mehrere hundert Jobs abgebaut. Getrag hat derzeit weltweit 12.850 Mitarbeiter an 24 Standorten. lsw


Interview: Getrag-Chef Kotecha verteidigt Personalabbau





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