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Bei Läpple brodelt die Gerüchteküche (07.06.2010)

Heilbronn - Der Betriebsrat der Läpple AG hat Gerüchte dementiert, nach denen Investoren bereit seien, 40 Millionen Euro zu zahlen, um das Sanierungskonzept der Arbeitnehmervertreter umzusetzen. Zwar habe man erfolgversprechende Gespräche mit Interessenten geführt, genaue Zahlen über mögliche Kaufpreise gebe es aber keine, heißt es. Ein Grund: Noch sei gar nicht sicher, ob neben dem Standort Heilbronn auch die Blechteilefertigung in Teublitz aus der Läpple-Gruppe herausgelöst werden könne.
Gezielte Fehlinformationen
Nach Informationen der Heilbronner Stimme hängt ein mögliches Engagement von Investoren zudem auch davon ab, ob es dafür Bürgschaften von öffentlicher Hand gibt. Valentin Luschenz, Betriebsratsvorsitzender des Konzerns, sagte: „Die 40 Millionen Euro entbehren jeglicher Grundlage. Diese Zahlen sind reine Kaffeesatzleserei.“
Insider vermuten, dass im Vorfeld der heutigen Aufsichtsratssitzung gezielt Fehlinformationen gestreut würden. Schließlich steht auf der Tagesordnung des Gremiums auch, ob das Betriebsratskonzept weiterverfolgt werden soll oder nicht. Für diese Entscheidung spielt der mögliche Kaufpreis eine wesentliche Rolle.
Kein Kommentar
Der Vorstand der Läpple AG hatte zuletzt gesagt, dass man gegenüber den Plänen der Arbeitnehmervertreter durchaus aufgeschlossen sei. Gleichzeitig betonte die Firmenleitung jedoch auch, man könne dem Konzept nur zustimmen, wenn ein „angemessenes“ Angebot und eine Finanzierungsbestätigung vorliegen würden.
Was der Vorstand als angemessen betrachtet, ließ er freilich offen. Zum angeblichen 40-Millionen-Euro-Angebot wollte sich die Unternehmensspitze auf Anfrage nicht äußern. Man kommentiere Gerüchte grundsätzlich nicht, sagte ein Firmensprecher. wet
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