Aufsichtsrat der Läpple AG dezimiert (31.05.2010)

Heilbronn - Fünf der sechs Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Heilbronner Läpple AG haben ihr Mandat niedergelegt. Damit zogen sie die Konsequenzen aus den anhaltenden Differenzen mit der Arbeitgeberseite. Anfang Mai hatte das Aufsichtsgremium dem Sanierungskonzept des Vorstands, das einen Abbau von 700 Stellen vorsieht, trotz Widerstands der Belegschaftsvertreter endgültig grünes Licht gegeben.

Die Arbeitnehmerseite hatte moniert, dass ihr eigenes Konzept von der Kapitalseite nicht ernstgenommen worden sei.

Interessenten

Nach Informationen der Heilbronner Stimme hat der Betriebsrat sein Konzept in den vergangenen Tagen weiter ausgearbeitet. Es heißt, es seien bereits vielversprechende Gespräche mit möglichen Investoren geführt worden. Dem Vernehmen nach bleiben beim Betriebsratskonzept gut 500 von derzeit fast 900 Arbeitsplätzen am Standort Heilbronn erhalten. Die Produktionsbereiche Werkzeugbau, Anlagenbau und Blechteilefertigung sollen gemeinsam unter einem neuen Dach weitergeführt werden.

Offen

Die Bemühungen des Vorstands, den Werkzeugbau mit 300 sowie eine Dienstleistungsgesellschaft mit 150 Mitarbeitern zu verkaufen, haben sich unterdessen nicht weiter konkretisiert. Einem Firmensprecher zufolge verlaufen die Gespräche mit Interessenten planmäßig.

Offen zeigt sich das Management aber auch gegenüber dem Betriebsratskonzept: Sollte bis zur Aufsichtsratssitzung am 8. Juni ein Investor „einen angemessenen Preis“ bieten und eine Finanzierungsbestätigung vorliegen, könne man die Pläne der Belegschaftsvertreter weiterverfolgen, heißt es. wet



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