Möbelhaus Hofmeister plant Erweiterungen

Region  Das Bietigheimer Familienunternehmen startet im zweiten Quartal mit einem eigenen Onlineshop. Auf die Neuansiedlung von Rieger in Heilbronn reagiert es mit eigenen Erweiterungsplänen.

Von Heiko Fritze

Möbelhaus Hofmeister plant Erweiterungen

Frank Hofmeister ist einer der beiden Gesellschafter des größten Möbelhauses im Großraum Stuttgart. Foto: privat

Die Möbelbranche wandelt sich. Von der einen Seite drückt das Internet, von der anderen die aggressiv zukaufenden Ketten, zum Beispiel die österreichische XXXLutz-Gruppe. Das Möbelhaus Hofmeister aus Bietigheim-Bissingen will sich dagegen wappnen. Zum einen geht im zweiten Quartal ein eigener Online-Shop ans Netz, kündigt Geschäftsführer Frank Hofmeister an. Und zum anderen plant das Unternehmen selbst weitere Expansion.

Neben dem Stammhaus in Bietigheim-Bissingen betreibt Hofmeister seit 2013 einen Standort in Sindelfingen, außerdem seit 2011 ein Küchenstudio in Heilbronn und seit vergangenem Jahr ein Küchenstudio in Stuttgart. Zudem wurde 2016 Möbel Borst in Ehingen bei Ulm übernommen. Heute zählt das Unternehmen, das den Geschwistern Frank und Ute Hofmeister gehört, etwa 1200 Mitarbeiter. Vergangenes Jahr stieg der Umsatz auf mehr als 200 Millionen Euro. Hofmeister belegt damit unter allen deutschen Möbelhäusern Rang 21.

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Kleinere Artikel im Online-Sortiment

Auf die Expansion von Möbel Rieger − das Göppinger Unternehmen baut gerade in Heilbronn einen neuen Standort − will Hofmeister mit eigenen Erweiterungen reagieren. Noch in diesem Jahr würde der Geschäftsführer gerne mit der Vergrößerung des Stammsitzes beginnen − geplant sind ein Gartencenter und ein Zoofachmarkt, kündigt er an. Mittelfristig sollen im Großraum Stuttgart weitere Standorte hinzukommen. Pläne gebe es schon, über Örtlichkeiten schweigt er sich aber noch aus. Es laufe aber eher auf eine "Nachverdichtung" hinaus, etwa mit spezialisierten Geschäften für Polstermöbel oder Küchen.

Online möchte das Unternehmen vor allem kleinere Artikel im Sortiment haben: Kleinmöbel, Einzelmöbel und Accessoires bis hin zu Küchenartikeln. Vieles könne dann per Zustelldienst vom eigenen vollautomatischen Hochregallager aus verschickt werden, manches werde auch in die regulären Auslieferungsfahrten der eigenen Montagemitarbeiter aufgenommen.

"Wir brauchen Produkte, die onlinefähig sind. Das ist dann der frühere Otto-Katalog", sagt Frank Hofmeister. Dazu sei eigens eine Online KG gegründet worden. Insgesamt ist er aber zuversichtlich, dass auch das stationäre Geschäft im Möbelhaus eine Zukunft hat. "Der Mensch kauft nun einmal gerne beim Menschen", beschreibt es Gesamtvertriebsleiter Michael Renner. "Das ist in einer beratungsintensiven Branche wie unserer nicht zu unterschätzen."