In China ist für Audi die Welt wieder in Ordnung

Neckarsulm  Der Autohersteller Audi ist dank starker Zuwächse in China mit einem kräftigen Absatzplus in das Jahr gestartet.

Von Jürgen Strammer

Die Dieselaffäre hat den Autobauer Audi nach den jüngsten Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft an den Standorten Neckarsulm und Ingolstadt wieder eingeholt. Doch zumindest beim weltweiten Absatz kann das Unternehmen nach einem über weite Strecken schwierigen Jahr 2017 wieder aufatmen.

"Es ist ein guter Auftakt in ein für Audi sehr wichtiges Jahr", sagt Vertriebsvorstand Bram Schot zu den Absatzzahlen im Januar. 149.100 ausgelieferte Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 20,3 Prozent im Januar.

Chinesischer Markt bedeutender als ganz Europa 

Imposant fiel der Zuwachs in China aus − 73 Prozent mehr sind auf einem zunehmend umkämpften Markt keine Selbstverständlichkeit. Allerdings war Audi im Januar 2017 noch mitten im lähmenden Streit mit seinem Vertriebspartner. Das Problem ist inzwischen gelöst. Mit 60.875 abgesetzten Autos ist China mittlerweile sogar bedeutender als ganz Europa (60.450). Hier musste ein kleines Minus von 2,2 Prozent hingenommen werden. In den USA geht es hingegen weiter aufwärts, mit 9,9 Prozent mehr auf 14.511 Einheiten. Das ist nach Audi-Angaben der 85. Rekordmonat in Folge.

Während in den vergangenen Monaten vor allem die Q-Modelle den Absatz angetrieben haben, sorgten im Januar A4 und A5 für den größten Anteil am Wachstum.

Wachstumstreiber in Deutschland war auch die Umtauschprämie für alte Diesel. Rund 21?500 Kunden haben diesen Weg gewählt.