Digitalisierungsförderung: Projekt aus der Region bekommt Zuschlag

Stuttgart/Region  Die Wirschaftsregion Heilbronn-Franken bekommt eine Landesförderung für das regionale Projekt HFcon, das mittelständischen Firmen bei der Digitalisierung helfen soll. Standort für das Projekt wird Künzelsau.

Von Peter Reinhardt und Manfred Stockburger

Chancen der Digitalisierung nutzen

Andreas Schumm, Harald Unkelbach, Walter Döring und Oliver Lenzen (v. links) bekommen von Nicole Hoffmeister-Kraut den Zuschlag fürs den Digital-Hub.

Foto: privat

 

Das Projekt Heilbronn-Franken Connected, kurz HFcon, hat am Montag beim Digitalgipfel des Landes den Zuschlag bekommen und wird einer von zehn regionalen sogenannten Digital-Hubs. Sie sollen die Chancen der Digitalisierung möglichst flächendeckend vorantreiben.

Eine Million Euro soll jedes dieser Zentren bekommen − HFcon wird seinen Sitz in Künzelsau haben. Die Digital-Hubs sind Teil der Digitalisierungsoffensive "digital@bw" mit insgesamt 70 Teilprojekten, in die das Land in den kommenden zwei Jahren insgesamt 265 Millionen Euro steckt.

Mit im Boot: IHK, Handwerkskammer und Hochschule

"Wir freuen uns darauf, zu den ausgewählten Projekten zu gehören", sagte Dr. Andreas Schumm, der Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF). "Es ist eine gemeinsame Initiative aller für dieses Thema relevanten Akteure in der Region Heilbronn-Franken", betonte er. Die Führung liegt bei der WHF, beteiligt sind unter anderem auch IHK und Handwerkskammer, die Hochschule Heilbronn, Würth sowie die Vereine Innovationsregion Hohenlohe und connect.IT.

"Die Digitalisierung beginnt nicht erst, sondern wir stecken mittendrin", sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut beim Digitalgipfel vor 1000 Teilnehmern. "Sie prägt zunehmend unseren Alltag und unsere Wirtschaft. Wir können uns gegen sie wehren und werden abgehängt − oder wir nutzen ihre Chancen und stehen weiter auf der Gewinnerseite." Die zehn Digital-Hubs sollten Drehscheiben für digitale Innovationen und die digitale Transformation in den Regionen sein, hob die Ministerin hervor. Die Digitalisierung sei insbesondere auch eine Frage zukünftiger Geschäftsmodelle der Unternehmen im Land. Zur deren Entwicklung biete die Zusammenarbeit von bestehenden Unternehmen und Start-ups großes Potenzial.

Hoffmeister-Kraut: "Die regionalen Digital-Hubs sollen als Teilchenbeschleuniger digitaler Innovationen wirken." Baden-Württemberg sei immer stark gewesen, weil es in der Fläche stark ist, sagte sie. "Uns zeichnet aus, dass wir starke und international erfolgreiche Mittelständler auch und gerade im ländlichen Raum haben. Das soll auch im digitalen Zeitalter so bleiben."

Mittelständler in der Digitalisierung fördern

Ziel von HFcon ist es, die vorwiegend mittelständisch geprägten Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken beim Prozess der digitalen Transformation ganzheitlich zu unterstützen und die gravierenden Veränderungen in der Wirtschafts- und Arbeitswelt proaktiv zu gestalten.

Hierzu soll eine branchenübergreifende Vernetzung der verschiedenen Wirtschaftsbereiche organisiert und moderiert werden, um eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure zu stimulieren und das Bilden von neuen Wertschöpfungsnetzwerken ebenso zu forcieren, wie auch den Technologietransfer in die Firmen.