Bankenfusion im Jagsttal geplant

Region  Zwei Traditionsbanken im nördlichen Landkreis Heilbronn werden künftig einen gemeinsamen Weg gehen: Die Volksbank Möckmühl-Neuenstadt und die Raiffeisenbank Neudenau-Stein-Herbolzheim wollen fusionieren.

Von Christian Gleichauf

Eingang zur Volksbank in Möckmühl. Foto: Archiv/Sawatzki  

Das hat der Vorstand der Volksbank Möckmühl-Neuenstadt, Rainer Schwab, unserer Zeitung mitgeteilt. Seit Anfang des Jahres hatten bereits Sondierungsgespräche zwischen der Raiffeisenbank und der Volksbank stattgefunden. Dabei sei man zu dem Schluss gekommen, dass die strategische Ausrichtung der zwei Häuser übereinstimmt, so Schwab. Deshalb seien die Mitarbeiter inzwischen darüber informiert worden, dass die Vorstände den zwei Aufsichtsräten eine Fusion der zwei Banken empfehlen und die Aufsichtsräte diese Fusion auch wünschen.

Sie soll im Jahr 2018 stattfinden und rückwirkend zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 wirksam werden.

In den genossenschaftlichen Instituten haben allerdings die Mitglieder das letzte Wort: Die Beschlussfassungen der Generalversammlung der Raiffeisenbank Neudenau-Stein-Herbolzheim eG und der Vertreterversammlung der Volksbank Möckmühl-Neuenstadt eG sollen im ersten Halbjahr 2018 erfolgen.

Die Volksbank in Möckmühl ist – gemessen an der Bilanzsumme – rund sechs Mal so groß wie die Raiffeisenbank in Neudenau. Mit gut 15.000 Mitgliedern ist die Möckmühler Volksbank rund drei Mal so groß wie der kleinere Partner. Vorstand Rainer Schwab betont zudem, dass beide Institute gesund sind und überdurchschnittlich gut aufgestellt seien.