Autozulieferer Eisenguss insolvent

Region  Sechseinhalb Jahre nach einer Explosion auf dem Firmengelände hat die Firma Eisenguss GmbH als Spätfolge den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen.

 Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Renald Metoja aus Lauda-Königshofen bestellt.

Eisenguss wurde 1956 gegründet und stellt mit derzeit etwa 50 Beschäftigten schwere Teile für die Autoindustrie her, insbesondere für Presswerkzeuge. Daneben gehören Baumaschinenteile und Gehäuse zum Programm. Vor allem bei den Stücklen für die Autobranche handele es sich aber um ein zyklisches Geschäft, das insbesondere von der Anzahl der Modellwechsel bei den Kunden abhänge, erläuterte ein Sprecher der Kanzlei.

Nach der Verpuffung im August 2011 wurden vom Unternehmen nach eigenen Angaben alleine sechs Millionen Euro in Reparaturen und neue Maschinen investiert. Obwohl Versicherungen Kosten übernommen hätten, sei nun Eisenguss das Geld ausgegangen.

Bis Ende März hat Metoja Zeit, die Fortführungschancen für das Unternehmen zu prüfen - so lange wird Insolvenzgeld gezahlt. Der Betrieb läuft bis dahin unverändert weiter.