Audi erreicht auch 2017 einen Rekordabsatz

Neckarsulm/Ingolstadt  Der Autobauer Audi hat im vergangenen Jahr fast 1,88 Millionen Autos verkauft. Das ist das achte Rekordjahr in Folge. Die Modelle aus Neckarsulm verkauften sich aber nicht ganz so gut.

Von Jürgen Strammer

Produktion Audi A8
Deutlich weniger Audi A8 liefen im vergangenen Jahr vom Band. Foto: Audi AG  

Trotz der Verwicklung in den Manipulationsskandal bei Dieselmotoren hat der Autobauer Audi im vergangenen Jahr so viele Autos verkauft wie noch nie zuvor. 1,88 Millionen Auslieferungen bedeuten das achte Rekordjahr in Folge. Das Plus beträgt 0,6 Prozent.

Das lag aber vor allem daran, dass die sportlichen Geländewagen der Q-Familie weltweit begehrt sind. Etwa jeder dritte verkaufte Audi ist mittlerweile ein Q-Modell. 689 150 abgesetzte Fahrzeuge bedeuten in diesem Segment ein Plus von 10,8 Prozent. Weniger gut sieht es allerdings bei den in Neckarsulm und Heilbronn gebauten Autos aus.  Hier gibt es nur bei zwei Modellen ein Plus vor den Werten.

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Der Sportwagen R8 legte um 6,6 Prozent auf 3068 Einheiten zu, das A5 Cabrio um 0,5 Prozent auf 13.534 Stück. Vor allem bedingt durch Modellwechsel sah es aber bei den volumenstarken Autos in Neckarsulm  negativ  aus. Beim A6 betrug das Minus 14 Prozent auf 113.138 Fahrzeuge. Beim A7 fiel der Rückgang mit 26,8 Prozent auf 18.641 noch drastischer aus. Die 21.323 Einheiten beim A8 bedeuten ein Minus von 12,6 Prozent.

Der neue Vertriebs- und Marketingvorstand Bram Schot ist mit der Gesamtbilanz jedenfalls zufrieden: „2017 haben wir trotz einer herausfordernden Ausgangslage in allen Kernmärkten positiv abgeschlossen und einen neuen Rekordwert bei unseren weltweiten Auslieferungen erzielt. Jeder einzelne Markt hat zu diesem Ergebnis beigetragen und zeigt, wie attraktiv unsere Produktpalette für unsere Kunden ist.“

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Durch einen fulminanten Schlussspurt im Dezember (plus 34,3 Prozent) gelang es Audi sogar in China am Jahresende ein Plus von 1,1 Prozent zu erreichen. Das entspricht 597.866 Einheiten. Auch in den USA  war von den Diesel-Nachwirkungen wenig zu spüren: plus 7,8 Prozent auf 226.511 Autos. Interessant dabei: Insgesamt war der Gesamtmarkt in den USA sogar rückläufig. Auf den großen Märkten gab es nur in Großbritannien ein kleines Minus. In Deutschland wurde trotz des Image-Schadens wegen der Dieseldiskussion zumindest noch ein kleines Plus von 0,4 Prozent erreicht (294.544 Einheiten).

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