Audi-Angriffsplan startet 2021 in Neckarsulm

Neckarsulm  Bei der Betriebsversammlung im Neckarsulmer Audi-Werk gab es Beifall für die Beschäftigungssicherung - und weitere wichtige Signale.

Von Manfred Stockburger

Die Verlängerung der Beschäftigungssicherung bis Ende 2025 lässt die Mannschaft des Neckarsulmer Audi-Standorts aufatmen: „Gerade in den vergangenen Monaten haben wir in Neckarsulm gesehen, wie wichtig diese Sicherheit für die Kollegen ist“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Rolf Klotz am Mittwochnachmittag bei der Betriebsversammlung am Standort.

Die Erleichterung der Mitarbeiter sei spürbar gewesen, sagten Teilnehmer der Heilbronner Stimme.

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Die Zusage des Unternehmens, ab 2021 zwei sportliche E-Modelle am Standort zu bauen, wertete Klotz als „wichtiges Signal für unsere Belegschaft“. Am Rande der Veranstaltung wurde bekannt, dass einer der beiden Neckarsulmer Stromer 2021 den Reigen der neuen E-Generation der VW-Tochter eröffnen werde.

Große Flexibilität verlangt

Die Neckarsulmer Belegschaft habe in den vergangenen Monaten eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie auf sich verändernde Bedingungen schnell reagieren könne. „Der Übergang zur Elektromobilität und die volatilen Automobilmärkte fordern dem Unternehmen und der Belegschaft größte Flexibilität ab“, sagte Stadler.

Der rein elektrische E-tron Sportback von Audi wird schon nächstes Jahr auf den Markt kommen. Dieses Fahrzeug gibt einen Ausblick auf die E-Flotte der VW-Tochter, es wird aber in Brüssel produziert und steht noch nicht auf der neuen PPE-Plattform. Foto: Audi

Im Audi-Angriffsplan mit 20 elektrifizierten Modellen bis 2025, davon mehr als zehn rein elektrisch angetriebene Automobile, sieht Stadler ein klares Bekenntnis zu den deutschen Standorten und deren Wettbewerbsfähigkeit.  Am Dienstag hatte das Unternehmen in Ingolstadt verkündet, dass dort künftig zwei elektrische Q-Modelle produziert werden.