Aldi verbündet sich mit Carsharing-Anbieter

Mülheim/Neckarsulm  Lebensmitteldiscounter Aldi verpachtet an 43 Filialen im Rhein-Main-Gebiet Parkplätze an App2drive. Lidl hat bislang keine derartigen Pläne.

Von Manfred Stockburger

E-Mobilität und Carsharing gelten als zwei zentrale Zukunftstrends in der Automobilbranche. Nachdem Aldi Süd wie auch der Neckarsulmer Wettbewerber Lidl schon länger an etwa 50 Filialen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aufgestellt hat, tasten sich die Mülheimer jetzt auch an das Thema Carsharing heran: An 43 Standorten im Rhein-Main-Gebiet verpachtet Aldi dem Carsharing-Unternehmen App2drive mehr als 100 reservierte Parkplätze, die in das Stationsnetz des Anbieters integriert werden. Bis zu fünf Autos sollen an den Aldi-Märkten bereitgestellt werden.

Testphase dauert ein Jahr

Die beiden Partner haben eine Testphase von einem Jahr vereinbart. Verläuft diese zufriedenstellend, soll das Modell mittel- bis langfristig auf andere Regionen ausgeweitet werden. Bisher verfügt App2drive über ein bundesweites Standortnetz mit etwa 480 Fahrzeugen und 250 Standorten.

Das stationäre Carsharing-Modell des Kooperationspartners mit festen Verleih- und Rückgabestationen sei für den städtischen und auch für den ländlichen Raum geeignet, heißt es bei Aldi. Das Konzept harmoniere damit mit der Filialinfrastruktur des Lebensmittelhändlers.

Bei Lidl gibt es bislang keine Pläne für eine Zusammenarbeit mit einem Carsharing-Anbieter, sagte eine Sprecherin der Heilbronner Stimme.