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Breite Unterstützung für Tierheim-Neubau
Von Reto Bosch
Region Heilbronn - Bis auf ein Dutzend Kommunen haben die Städte und Gemeinden im Landkreis Heilbronn über die Tierheimfinanzierung abgestimmt. Die Gemeinderatsgremien sprachen sich dafür aus, den vier Millionen Euro teuren Neubau finanziell zu unterstützen − in den meisten Fällen einstimmig. Ende Oktober sollen alle Beschlüsse vorliegen. Der Tierschutzverein Heilbronn arbeitet daran, seinen Anteil von 1,17 Millionen Euro aufzubringen. Ziel ist, 2011 mit den Bauarbeiten beginnen zu können.
Vor den Sommerfreien hatten sich die Bürgermeister der Kommunen im Landkreis darauf verständigt, insgesamt 1,45 Millionen Euro zum Tierheim-Neubau in den Böllinger Höfen beizusteuern. Das letzte Wort haben die 46 Gemeinderäte. Ittlingens Verwaltungschef Achim Heck, Vorsitzender der zuständigen Arbeitsgruppe der Bürgermeister, ist zuversichtlich, dass keine der verbleibenden Kommunen ausscheren wird. "Es sieht gut aus." Die Stadt Heilbronn stellt ein Grundstück in den Böllinger Höfen zur Verfügung. Außerdem beteiligt sie sich mit 1,38 Millionen Euro an den Baukosten. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Heilbronner Gemeinderat vor der Sommerpause.
Förderung
Fast 1,2 Millionen Euro muss der Tierschutzverein schultern. "Das ist eine schwierige Aufgabe", sagt die Vorsitzende Silke Anders. Sie ist froh, dass eine 60 000-Euro-Spende von Ingrid und Harald Zeller das Ergebnis der Stimme-Spendenaktion "Ein Heim für Tiere" auf über 420 000 Euro ansteigen ließ. Dazu kommen 100 000 Euro Landesförderung, wenn das Regierungspräsidium dem inzwischen eingereichten Antrag zustimmt. Aus zwei Erbschaften könnten zusammen rund 250 000 Euro zur Verfügung stehen. Laut Silke Anders gibt es einige Zusagen über Sachspenden, Handwerker wollen bei den Arbeiten helfen. Trotzdem: Derzeit fehlen noch mindestens 400 000 Euro. "Wir planen weitere Aktionen und Infostände." Eventuell muss der Verein ein Darlehen aufnehmen.
Sobald alle Gemeinderäte ihre Entscheidungen getroffen haben, setzen sich Vertreter der Stadt und der Landkreiskommunen zusammen, um einen Vertrag zu erarbeiten, der auch den Tierschutzverein einbinden wird. Notwendig ist eine Änderung des Bebauungsplans.
Schlüssel
Bei der Sitzung des Gemeindetag-Kreisverbands in Güglingen haben die Bürgermeister kleine Änderungen am Verteilungsschlüssel beschlossen. Entfernungen und Einwohnerzahlen wurden aktualisiert. Beispiele laut vorläufiger Berechnung: Neckarsulm trägt 144 000 Euro, Bad Rappenau 111 000 Euro, Obersulm 50 200 Euro. Die Summe für Möckmühl beträgt 24 400 Euro, die von Roigheim 4300 Euro. Die Städte und Gemeinden können ihren Anteil per Darlehen auf 20 Jahre finanzieren. Gerechnet mit vier Prozent Zinsen würde sich der jährliche Schuldendienst zusammen auf 105 000 Euro belaufen.
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