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Baustart für Heilbronner Tierheim Ende des Jahres angepeilt
Von Reto Bosch
Region - Noch in diesem Jahr müssen die Arbeiten am Tierheimneubau beginnen. Sonst geht nach Angaben von Silke Anders der 100 000-Euro-Landeszuschuss verloren. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Heilbronn und Umgebung ist zuversichtlich, dass dies gelingt. Sie weiß aber auch, dass noch viel Arbeit vor ihrem Team liegt.
Vor einem Jahr hielt kaum jemand für möglich, dass die desolaten Anlagen in der Wimpfener Straße bald abgelöst werden könnten. Seitdem ist viel passiert, so manche Hürde wurde aus dem Weg geräumt. Der reine Neubau ist auf vier Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt Heilbronn steuert maximal 1,38 Millionen Euro und das Grundstück bei. Die Landkreiskommunen übernehmen 1,45 Millionen Euro. Nach derzeitigem Stand müsste der Verein 1,17 Millionen Euro tragen. Die ursprünglichen Vorschläge sahen einen Vereinsanteil von einer Million Euro vor. Anders hofft nun zu erreichen, dass bei etwaigen Einsparungen 170 000 Euro zugunsten der Ehrenamtlichen angerechnet werden.
Zuschüsse
Trotz 460 000 Euro aus der Stimme-Spendenaktion, dem Landeszuschuss von 100 000 Euro und Steuerabzügen müssen die Ehrenamtlichen ein Loch von mindestens 300 000 Euro stopfen. "Wir wollen das nicht über ein Darlehen regeln", sagt Silke Anders. Sie hofft auf weitere Sponsoren und Spenden. Leistungen von Helfern und Handwerkern, die ihre Arbeitskraft unentgeltlich zur Verfügung stellen, werden pro Stunde mit elf Euro angerechnet. Angesichts gedeckelter kommunaler Zuschüsse profitiert der Verein davon nur dann, wenn die Gesamtkosten niedriger ausfallen als geplant.
Reserve
In der Hinterhand hat der Verein noch Erbschaften von mehr als 200 000 Euro. Klar ist aber, dass nicht alle Rücklagen in den Neubau fließen können. Zum einen braucht der Verein eine Reserve, zum anderen ist mit weiteren Ausgaben für die Inneneinrichtung zu rechnen. "Über deren Höhe können wir noch nichts sagen", erklärt Anders. Große Teile des Mobiliars würden umgezogen und weiterverwendet. Dazu gehören zum Beispiel die Arztpraxis und Edelstahlboxen. Der Architekt arbeite derzeit an den Detailplanungen der Gebäude.
Das Bebauungsplanverfahren wurde inzwischen auf den Weg gebracht, der Heilbronner Gemeinderat hat sich bereits damit befasst. Die Träger öffentlicher Belange können ihre Stellungnahmen abgeben. Parallel bereiten die Stadt und Landkreiskommunen Verträge vor. Sobald diese geprüft sind, müssen die Räte mehrheitlich ihren Segen geben. Die Hauptversammlung soll im Mai über die Bühne gehen. "Im Frühjahr oder Sommer 2013 könnte dann der Umzug anstehen", sagt Silke Anders.
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