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Arbeiten für neues Tierheim sollen starten
Von Reto Bosch
Heilbronn - Die Bauarbeiten für das neue Tierheim in Heilbronn müssen noch dieses Jahr beginnen. Sonst geht ein Landeszuschuss von 100 000 Euro verloren. Planern und Verantwortlichen steht noch einiges an Arbeit bevor. Dennoch ist Heilbronns Sozialbürgermeister Harry Mergel optimistisch, dass der Zeitplan gehalten werden kann. Aus den Grundstücksverhältnissen resultierende Probleme wurden inzwischen weitgehend gelöst.Zaun
Eine durch das Areal in den Böllinger Höfen verlaufende Gasleitung hat der Vorsitzenden des Tierschutzvereins Heilbronn Sorgenfalten auf die Stirn getrieben. Für Silke Anders kam die Nachricht überraschend, dass ein acht Meter breiter Streifen über dieser Leitung von Ausläufen und Zäunen freibleiben muss. Dazu kommt, dass im Frühjahr klar wurde, dass das Baugebiet in der Wasserschutzzone II liegt und deshalb strenge Vorgaben zu beachten sind. "Die nutzbare Fläche ist geschrumpft", sagt Silke Anders. Zumal auch der Zaun nicht direkt auf der Grundstücksgrenze stehen darf. Aus nachbarschaftsrechtlichen Gründen dürfen Zäune dann nur 1,50 Meter hoch ausfallen. Der Tierschutzverein sieht aber Bedarf für mindestens zwei Meter Höhe und muss den Zaun deshalb einen Meter von der Grenze abrücken.
Harry Mergel weist darauf hin, dass dem Tierschutzverein trotz Einschränkungen deutlich mehr nutzbarer Raum zur Verfügung steht als am alten Standort in der Wimpfener Straße. Er sagt dem Verein dennoch weitere Flächen zu, falls eine Erweiterung notwendig wird. Für die Gestaltung des Außenbereichs hat die Stadt einen Landschaftsplaner beauftragt, den sie auch bezahlt. Silke Anders ist mit dessen Ergebnissen zufrieden. So ging es zum Beispiel um die Frage, wie Mulden und Zisternen am sinnvollsten anzuordnen sind, um einerseits Auflagen zu erfüllen und andererseits möglichst viel Platz zu sparen. "Der Landschaftsplaner hat ein Konzept erarbeitet, mit dem alle Seiten einverstanden sind", sagt auch Architekt Michael May.
Antrag
"Es sieht ganz gut aus", sagt Silke Anders. "Ich sehe nichts mehr, was dem Projekt entgegensteht", meint Sozialbürgermeister Mergel. Er peilt den ersten Spatenstich für den 30. November an. Das könnte klappen. Michael May wird, sobald er die Unterlagen des Landschaftsplaners erhalten hat, den Bauantrag fertigstellen. Er geht davon aus, dass die Genehmigung etwa einen Monat später vorliegen könnte. Nach weiteren zwei bis drei Wochen könnte der Bagger zubeißen. Neben planerischen sind noch einige vertragliche und steuerliche Fragen zu beantworten. Achim Heck aus Ittlingen, Sprachrohr der Landkreis-Bürgermeister, erklärt: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht." Die Formulierungen des Bewilligungsbescheids seien abgestimmt mit den Aufsichtsbehörden. Sobald die noch offenen Fragen geklärt sind, werden die Gemeinderäte der einzelnen Kommunen endgültig über die Vereinbarung entscheiden.
Kosten und Flächen
Der Neubau kostet rund vier Millionen Euro. Die Stadt Heilbronn bezahlt 1,38 Millionen Euro und stellt das Baugrundstück. Die Landkreiskommunen steuern 1,4 Millionen Euro bei. Der Tierschutzverein trägt knapp 1,2 Millionen Euro. Ein Landeszuschuss von 100.000 Euro und der Erlös aus der Stimme-Spendenaktion von rund 490.000 Euro kommen dem Vereinsanteil zugute. Nach Angaben von Silke Anders ist die baulich nutzbare Fläche am derzeitigen Standort knapp 4800 Quadratmeter groß. In den Böllinger Höfen werden es 7200 Quadratmeter sein.
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