Aktion: Ein Heim für Tiere



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Stimme-Versteigerung: 347.000 Euro für das Tierheim

Von Franziska Feinäugle


Heilbronn - Der Heilbronner, der am Ende mit dem Deutschland-Fußball nach Hause geht, hat die 100 Euro seinen Töchtern zuliebe gezahlt. Helin und Dilan „haben sich das gewünscht, als gute Tat für die Tiere“, erklärt der Vater der beiden Mädchen. Auch den Italien-Ball haben die drei bei der großen Auktion in der Heilbronner Stadtgalerie am Samstag ersteigert: für 60 Euro, zu Gunsten des Tierheim-Neubaus.

Überwältigende Resonanz

Die kurzweilige Versteigerung der 32 künstlerisch gestalteten Fußbälle war nicht nur Höhe- und Schlusspunkt der „Stimme Ballkunst 32“, sondern zugleich das Finale der großen Stimme-Spendenaktion „Ein Heim für Tiere“. 347.372,15 Euro sind seit Februar auf dem Spendenkonto eingegangen, das übrigens bestehen bleibt.

„Diese Resonanz war überwältigend“, bekennt Reto Bosch, Stimme-Redakteur und Initiator der Spendenaktion. „Das war viel mehr, als wir erwartet hatten.“ Dass den desolaten Zuständen im Heilbronner Tierheim ein Ende gesetzt werden kann, dafür „waren wir noch nie so nah an einer Lösung wie heute“, betont Bosch mit Blick auf die Neubaupläne.

Kreatives Talent

Dass die Unterländer nicht nur großzügig, sondern auch höchst einfallsreich sind, hat der Wettbewerb um die Weltmeisterschaftsbälle gezeigt. „Sie haben viel Talent an den Tag gelegt und bewiesen, wie kreativ die Menschen in der Region sind“, so Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer anerkennend.

Mehr als 800 Entwürfe waren eingeschickt worden, der jeweils schönste für jede WM-Teilnehmernation durfte dann tatsächlich auf einen Fußball aufgetragen werden. „Ich war teilweise überrascht, wie gut die Leute das gemacht haben“, sagt der Heilbronner Künstler Peer Friedel, der die 32 Ballkünstler bei der Verwirklichung ihrer Werke betreut hat. Immerhin galt es, einen zunächst zweidimensionalen Entwurf auf die hochkomplizierte Außenfläche eines Balles zu übertragen.

Preisträger

Die Preisgelder für die schönsten Bälle überreicht Frank Schupp von der Zeag Energie AG an Peter Böhringer aus Heilbronn (Südafrika, 1000 Euro), Andreas Vogt aus Neuenstadt (Japan, 750 Euro), Mariel Scherzer aus Leingarten (Australien, 500 Euro) und Sabrina Strejc aus Bad Rappenau (Ghana, 250 Euro). Die Versteigerung der 32 Ballkunstwerke spielt 1243 Euro ein: Als gefragtester Ball stellt sich der mit dem Kamerun-Motiv heraus, 130 Euro zahlt Afrika-Fan Klaus-Peter Schnell dafür.

 Bildergalerie: Die Siegerbälle der Ballkunst-Malaktion
  • Südafrika
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  • Japan
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Wie es jetzt weitergeht

Der Heilbronner Gemeinderat berät am Donnerstag über den Neubau. Die Stadt würde Grundstück und 1,38 Millionen Euro beitragen. Vom Tierschutzverein kämen eine Million Euro, darunter der Erlös der Stimme-Aktion. Die Landkreiskommunen sind bislang nicht einverstanden, die restlichen 1,62 Millionen Euro zu zahlen.



19.07.2010