Dossier: Stadtbahn Nord
Nach der bestehenden Stadtbahn-Linie 4 von Karlsruhe über Eppingen und Heilbronn nach Öhringen ist die Stadtbahn Nord, die vermutlich einst S7 heißen wird, das zweite große Nahverkehrsprojekt, das die Region Heilbronn gemeinsam schultert. 231 Millionen Euro wird die Linie mit den Endpunkten Sinsheim und Mosbach kosten.
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Freud und Leid auf der Stadtbahn-Baustelle
Von unserem Redakteur Joachim Friedl
Heilbronn - Am 14. November soll auf der 3,7 Kilometer langen und 84 Millionen Euro teuren Stadtbahnstrecke auf Gemarkung Heilbronn die erste Probefahrt stattfinden. "Das ist Vertragstermin", betont Werner Chriske im Baustellenbüro der Firma Wolff & Müller auf dem Busbahnhof an der Karlstraße in Heilbronn.
Ende Januar soll aber noch einmal geprüft werden, ob der Termin gehalten werden kann. Nässe und der frühe Wintereinbruch Anfang Dezember hätten dem Gleisbau geschadet, sagt der Stadtbahn-Anliegerbeauftragte, der jeden Donnerstag Bürgern ab 17 Uhr Rede und Antwort steht.
Im Verzug sind die Bauarbeiten auf der Westseite der Allee. Hier wollte man bis Weihnachten fertig sein. "Jetzt gilt es aufzuholen, um dann den Mittelstreifen im März und April und ab Mai, Juni auf der Harmonie-Seite bauen zu können", nennt Chriske die anvisierte Bauzeitenfolge. Bis September sollen sich diese Tätigkeiten hinziehen. Dann folgt der Bau der Oberleitungen.
Änderung
Von heute an bis voraussichtlich Mitte März wird die Einfahrt von der Allee in die Sonnengasse für den Verkehr voll gesperrt werden. Die Umleitung von und zur Sonnengasse sowie der Jakobsgasse erfolgt von der Allee über die Karlstraße/Glockengießerhof. Im Umleitungsbereich gilt Parkverbot.
Gut gelaufen sind die Bauarbeiten am Sülmertor. Rund neun Millionen Euro wurden hier bislang verbaut. In dieser Woche beginnen die Maßnahmen für das Anschlussbauwerk an die Salzstraße, ab Mai geht es Richtung Paulinenstraße. Dazu wird der Bahndamm durchstoßen. Erneuert wird , da wo erforderlich, das Industriegleis. Außerdem wird es bis in das Firmengelände von Läpple verlängert.
Kummer bereitet den Bauleuten die undichte Unterführung beim Theater: "Wir wissen nicht, woher das Wasser kommt", erklärt Chriske. Jetzt werde alles freigelegt, um die Ursache zu finden. Die Theaterzufahrt von der Geschwister-Scholl-Straße wird deshalb gesperrt.
Nachgekommen sind die Bauarbeiter der Bitte von SPD-Stadträtin Marianne Kugler-Wendt. Sie hatte die bei Nacht und Nässe schlecht erkennbaren Fahrbahnmarkierungen auf der Allee kritisiert. Die gelben und weißen Klebestreifen waren zum Großteil abgefahren. "Jetzt wurde gelbe Farbe aufgesprüht. Das hält länger", hofft Werner Chriske.
Bildergalerien Stadtbahn-Nord
Stadtbahn-Link
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