Radwege in Heilbronn



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Von Andreas Tschürtz



Heilbronn - Eine Radtour durch Heilbronn ist aufregend – man darf das Wort in diesem Zusammenhang durchaus doppeldeutig auslegen. Alfred und Susanne Huber machten sich kürzlich gemeinsam mit Stadtrat Helmut Rohn (SPD) auf, um vom Silcherplatz zum Götzenturm zu radeln. Auf die Idee zu der Tour hatte sie die Berichterstattung der HSt über Mängel im Heilbronner Radverkehrsnetz gebracht.

Tatkräftig

„Wir wollten etwas Konkretes machen und nicht pauschal klagen“, sagt der 66-jährige Alfred Huber. Was die drei Radler unterwegs erlebt haben, hielten sie in Wort und Bild fest und schickten es an die Zeitung. Wir haben die Fotostrecke hier auf stimme.de ins Internet gestellt. 
 Bildergalerie: Leser testen Radstrecke
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Ein Auszug der Problemdokumentation:
  • Dicht vorbeibrausende Autos in der Silcherstraße
  • Zugeparkte Radwege in der Urbanstraße und Am Wollhaus
  • Bis zu 85 Sekunden Wartezeit an Ampeln der Wilhelmstraße zur Fußgängerzone
Das Ergebnis des Versuchs bewertet Huber positiv und negativ zugleich: „Es ist immer wieder ganz angenehm“, sagt er. „Aber es fehlt einfach an durchgehenden Verbindungen.“ Farbig hervorgehobene Spuren für Radler seien zwar nett. „Doch was bringt das, wenn man davor und danach an Kreuzungen absteigen muss. Oder Hindernisse wie Autos auf dem Radweg stehen. Oder die Ampelschaltung ewig dauert.“

1981, 1990, 2008, 2015, 2025

Auch Stadtrat Helmut Rohn zieht ein gespaltenes Fazit: Die Fachleute der Stadt hätten mit dem Radverkehrsplan 2008 ein gutes Werk ausgearbeitet, erklärt er. Aber das Beispiel zeige: „Bis heute konnten durch andauernde, chronische Unterfinanzierung noch nicht einmal alle wichtigen Vorschläge der Pläne von 1981 und 1990 umgesetzt werden.“

Er fragt: "Wie soll das von der Stadt gesetzte Ziel, die Steigerung des seit 20 Jahren unveränderten Anteils des Radverkehrs, erreicht werden, wenn sich nicht Entscheidendes ändert?" Heilbronn möchte den Anteil des Radverkehrs von etwa 8 Prozent auf 12 Prozent im Jahr 2015 steigern und bis 2025 mindestens 15 Prozent der Verkehrsteilnehmer aufs Rad bringen.


28.08.2009


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