Radwege in Heilbronn: Wilfried Hajek signalisiert Bereitschaft
Heilbronn - Erst vor wenigen Wochen hat es in Heilbronn eine Fahrrad-Demo gegeben. Gestern Abend übergaben die Initiatoren eine Liste mit Vorschlägen an Baubürgermeister Wilfried Hajek.
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mh.hn
am 19.11.2009 15:28 Uhr
Unsitten
Wen wundert es, wenn es solche Defizite gibt, wenn selbst Mitarbeiter der Stadtverwaltung im (un-)regelmäßigen Turnus mit schlechtem Beispiel vorangehen und Radwege, wie etwa den neuen in der Titotstraße, mit städtischen Fahrzeugen blockieren? Wenn man es zudem nicht bewerkstelligt, den Handlauf des Aufgangs zur Volkshochschule "radfrei" zu erhalten, damit sich Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte dran festhalten können? Die Mehrheit unserer Gesellschaft ist denkfaul, egoistisch und bequem.
Und im Großen wie im Kleinen Deutschhof stehen die Radstände weitestgehend unbenutzt herum.
Mich wundert in dieser Gesellschaft gar nichts mehr, wenn selbst unsere "Freunde und Helfer" gleich zwei(!) Behindertenparkplätze mit einem(!) Dienstfahrzeug zuparken (ebenfalls in der Titotstraße), nachdem selbige wohl annähernd überall parken dürfen? -
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mh.hn
am 19.11.2009 15:33 Uhr
Unsitten - Korrektur und Ergänzung
1. Es sollte "Radständer" heißen.
2. Das Thema Falschparken auf Radwegen durch die Stadtverwaltung wurde schon vor längerer Zeit thematisiert und dennoch "passierte" es diese Woche wieder - gerade in der Titotstraße - und wird wohl auch immer wieder passieren...? -
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renngutzl
(41) am 19.11.2009 17:02 Uhr
Respekt!
Super Vorschläge!
Da sind einige Dinge dabei, die mir auch schon aufgefallen sind!
Ziemlich schlüssige Vorschläge, die meisten mit niedrigem Aufwand umzusetzen.
Da bekommen die von mh.hn angesprochenen städtischen Mitarbeiter mit ihren Fahrzeugen bald viel zu tun!
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hkhn
(33) am 19.11.2009 17:11 Uhr
Zum Punkt: Schulwege als sichere Fahrradwege
Der Schuss kann auch nach hinten los gehen: Im September kritisierte ich die Situation in der Max-Planck-Straße. Hier wird man auf einen Radweg gezwungen der einfach kein Spaß macht. Mein Tipp damals: Auch hier besser ein Fußgängerweg-Schild in Verbindung mit "Fahrrad frei" montieren, so dass man auch die Straße benutzen darf.
Hierzu erklärt die Stadt HN: Eine Neuaufteilung des Straßenraums im westlichen Abschnitt der Max-Planck-Straße sowie das Zurücksetzen der Lichtmasten ist als Maßnahme im Radverkehrsplan definiert und soll 2010 umgesetzt werden.
Aufgrund der hohen Verkehrsstärke wird aus Gründen der Verkehrssicherheit sowohl in der Charlottenstraße als auch in der Max-Planck-Straße und Stuttgarter Straße eine Benutzungspflicht der Radwege im Seitenraum für notwendig erachtet (Schulweg).
Die momentane Situation ist aber auch für Schüler alles andere als sicher.
- Für einen einen nicht so klar getrennten Rad- und Fußweg sind zu Stoßzeiten einfach viel zu viele Verkehrsteilnehmer unterwegs.
- Die Laternen sollen - werden aber bei der Finanzlage bestimmt nicht nächstes Jahr versetzt. (Kosten / Nutzen auch fragwürdig)
-Einmal in der Woche ist der komplette Weg mit Mülleimern zugestellt. Ab und zu auch mit Sperrmüll.
-In den letzten Wochen sieht man die Wege vor lauter Laub kaum. Das Laub wird außerdem zu Haufen zusammen geräumt, die dann auf den Radweg reichen. (Diese Woche wurde einer der Laubhaufen auch noch als Versteck für einen Blitzer benutzt.)
-Der Radweg wird auch weiterhin zwischen Bushaltestelle und Gehweg verlaufen. Die Eltern der Stauffenbergschüler werden weiter ihre Kinder am Straßenrand direkt vor der Schule aus dem Auto lassen. So eine Beifahrertür reicht genau einmal über den Radweg.
Wenn hier mehr Leute auf der Straße fahren würden, wäre allen geholfen. Eltern bräuchten ihre Kinder nicht mehr bis vor die Türe fahren weil der Schulweg wieder sicher ist. Autos würden nicht mehr geblitzt werden und Radfahrer könnten endlich fahren und zwar ohne Parcour.
Ich wünsche mir, dass Herr Tremmel einmal morgens um 7.30 Uhr mit dem Fahrrad von der Feuerwehr zur Stauffenberg-Schule fährt. Gerne auch mit mir zusammen. -
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gmhofmann
(12) am 20.11.2009 09:25 Uhr
@hkhn
Alexander Tremmel ist nicht mehr für Radfahrer zuständig, zuletzt hat er - laut Medienberichten - Mülleimer in der Unteren Neckarstraße eingeweiht.
Laut HSt. gibt es einen neuen Radverkehrsbeauftragten, er sollte daher unter erreichbar sein. -
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tanjasagasser
am 19.11.2009 18:31 Uhr
Bravo
Wirklich gute Ideen dabei, man merkt, dass hinter der Initative Menschen stecken, deren Rad nicht nur im Keller steht
Fast schon bescheiden gegen diese Latte an Ideen ist da der Prüfantrag unserer Gemeinderatsfraktion, den wir im Zuge der Haushaltsberatungen eingebracht haben, aber ein paar Sachen decken sich.
Was ich übrigens sehr gut fände, wenn die Stadt im Internet einen Stadtplan einstellt, bei dem Bürger/innen per Klick Probleme im öffentlichen Raum markieren und bennen können. Das habe ich mal bei einer Stadt in NRW gesehen. Muss ich hier auch mal beantragen.
Hier nun unsere Vorschläge für ein radfreundlicheres Heilbronn:
1. Die Verwaltung prüft, ob man zukünftig eine feste Prozentzahl des Etats für Straßenbau für Ausbau und Unterhalt von Radwegen verwenden kann, um so eine Koppelung der beiden Bereiche zu erreichen, und welcher Prozentsatz hier sinnvoll wäre (z.B. 3% oder 5%).
2. Die Verwaltung prüft die Umwidmung der Badstraße in eine Fahrradstraße (vgl. Karlsruhe) und schlägt weitere Straßen vor, die umgewidmet werden können.
3. Die Verwaltung prüft, wann folgende Radwegverbindungen fertig gestellt werden können:
Eine durchgängige Radverkehrsverbindung vom Silcherplatz über die Steinstraße, Urbanstraße, vorbei am Wollhauszentrum zur Fleiner Straße und zum Radverkehrknoten am Götzenturm.
Prüfung einer Verbesserung der Situation in der Wilhelmstraße bzw. einer Alternative aus der Innenstadt zum Rathenauplatz/Südviertel.
Verwirklichung von durchgängigen Radverkehrsverbindungen in Böckingen, Neckargartach und den übrigen Stadtteilen.
4. Die Verwaltung prüft das Freigeben von geeigneten Einbahnstraßen gegen die Fahrtrichtung für Radfahrer wie es dies früher in der Innenstadt (z.B. Gerberstraße) schon gab.
5. Die Verwaltung prüft das Einführen von Ausnahmeregelungen für Radfahrer an geeigneten Ampeln ähnlich dem Grünen Pfeil.
6. Die Verwaltung prüft, welche Straßen sich zum optischen Abtrennen von Radfahrstreifen eignen (vgl. z.B. Heidelberger Straße) und erstellt eine Liste, welche Straßen in 2010/11 mit solchen Radfahrstreifen versehen werden können. Mittel hierfür werden aus dem Radwegeetat verwendet.
7. Die Verwaltung legt die zugesagten Vorschläge für ein Fahrradparkhaus bzw. einen Fahrradparkplatz in unmittelbarer Nähe zu Innenstadt und Hauptbahnhof vor.
8. Die Verwaltung prüft den Einsatz von Leih-Fahrrädern in der Innenstadt (möglicherweise in Zusammenarbeit mit einer sozialen Einrichtung).
9. Die Verwaltung prüft die Einführung einer Umweltprämie für Fahrräder nach dem Vorbild der Stadt Frankfurt am Main.
10. Die Verwaltung verwendet 1000 Euro aus dem Topf für die Neubeschaffung von Fahrzeugen zum Kauf von zwei Dienstfahrrädern, die von städt. Mitarbeitern zur Kontrolle der Radwege genutzt werden können.
11. Die Verwaltung prüft die Mitnahme von Fahrrädern in Stadtbussen, wie dies in anderen Verkehrsverbünden bereits möglich ist (z.B. Stuttgart, Bonn).
12. Die Verwaltung berichtet über dieses Maßnahmenpaket im Gemeinderat in der ersten Jahreshälfte 2010.
