Fahrradfahren gegen den Rotstift - Hunderte demonstrieren in Heilbronn

Heilbronn - Bei eisigen Temperaturen und Schauerwetter haben am Samstag etwa 300 Radfahrer in Heilbronn für einen konsequenten Ausbau des Radverkehrs in die Pedale getreten. An der Sternfahrt zum Kiliansplatz beteiligten sich radelnde Rentner, Kinder, Familien und viele andere.

17.10.2009

Kommentare

8 Kommentare
  • 1
      andreas tschuertz am 17.10.2009 15:23 Uhr

    Notwendiges Signal

    Die städtische Kassenlage erlaubt es durchaus, Heilbronn wie im Radverkehrsplan beschlossen, fahrradfreundlicher zu machen. Wenn nun mit dem Argument leerer Kassen erneut auf die Bremse getreten wird, spart Heilbronn an dem, was es sowieso nie wirklich wollte.

    Richtig ist: Das Gewerbesteueraufkommen ist dramatisch eingebrochen. Mit erwartet 60 bis 70 Millionen Euro liegt sie in den beiden kommenden Jahren aber im langjährigen Durchschnitt. Katastrophal ist die Situation nur deshalb, weil man die drei zurückliegenden Jahre – Ausnahmejahre - zum Maßstab nimmt.

    Soll also keiner Krokodilstränen vergießen und sagen, er würde gerne mehr für den Radverkehr tun, aber es sei kein Geld da. Ehrlicher ist: Weder in normalen noch in fetten Jahren schaffte es das Rad in Heilbronn auf einen Spitzenplatz der Prioritätenliste.

    Insofern war die Fahrrad-Demonstration am Samstag notwendig. Denn sie zeigt, dass es viele Bürger gibt, denen das Thema so sehr am Herzen liegt, dass sie auch bei Wind, Regen und Kälte auf die Straße gehen. Gemeinderat und Verwaltung müssen sich zwar nicht von ein paar Hundert demonstrierenden Radlern die Haushaltsplanung vorschreiben lassen. Man sollte aber auch nicht zunächst einen Radverkehrsplan beschließen, mit dem Ziel Heilbronn fahrradfreundlicher zu machen, und dann weder die nötigen finanziellen Mittel noch die personellen Kapazitäten bereitstellen, diesen Plan auch umzusetzen. So lässt man Radfahrer nämlich wirklich im Regen stehen.

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  • 2
      wirwilhelm am 18.10.2009 14:32 Uhr

    Radfahrer

    haben doch ein gutes, historisches Argument gegenüber den Motorisierten: Radfahrer gab es schon, da dachte noch niemand an das Auto. (1817 Fahrrad/1886 Auto)

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  • 3
      hkhn  (33) am 18.10.2009 19:25 Uhr

    Historie

    Die Draisine würde ich zum einen noch nicht wirklich als Fahrrad bezeichnen und es gab schon Autos bevor 1886 die ersten mit Verbrennungsmotor entwickelt wurden. Das ist also alles eine Definitionssache.

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  • 4
      dachs  (39) am 19.10.2009 09:40 Uhr

    Keine Unterstützung durch Verwaltung

    Wieso sich Heilbronns Verwaltung "neutral" verhalten will und nicht wie in anderen Städten die Radfahrer unterstützt? Vielleicht gibt der Artikel von Siegfried Lambert in der HST vom 29. Juli 2009 etwas Aufschluss: "Heilbronns OB Helmut Himmelsbach ist dienstlich in einem Audi A8 unterwegs, Ordnungsbürgermeister Harry Mergel hat einen A6. Für Finanzbürgermeisterin Margarete Krug steht ein BMW der Fünferreihe bereit, für Baubürgermeister Wilfried Hajek ein Mercedes (E-Klasse)." Noch Fragen?

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  • 5
      gmhofmann  (12) am 19.10.2009 12:22 Uhr

    Fresse in der Presse

    Lieber dachs, wer wird denn alles so negativ sehen zwinkern
    Sobald wieder Radfahrt um Heilbronn ist und die Objektive der Pressefotografen auf die o.g. Herrschaften gerichtet sind, quälen sie sich interim auf ihre Räder...
    Dass das auch mal schiefgehen kann, wurde hier dokumentiert:
    http://www.cc86.org/~hofmann/strobl.html

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  • 6
      dachs  (39) am 19.10.2009 14:22 Uhr

    Ihr Internetlink

    Herzlichen Dank für diesen Link und die aufschlussreiche Sammlung alter HST-Berichte über Herrn Strobl.

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  • 7
      dachs  (39) am 19.10.2009 16:03 Uhr

    Radfahren 2100 in Heilbronn

    Wenn die Stadt nichts macht, werden die Radler einfach viel trainieren müssen - wie dieser Radler in Edinburgh:
    http://www.youtube.com/watch?v=Z19zFlPah-o

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  • 8
      Rueckenwind1  (52) am 19.10.2009 17:20 Uhr

    Raddemo 2009

    Ich lese gerne Kommentare die der Sache was gutes tun.
    Wie der 1. Kommentar vom H. Tschürtz. Sehr gut
    Leider wird die Sache zu einer „alten Kamele“. Schade für die Radfahrer
    Jeder schreibt was. Bei Kinder heißt es „Finger weg“
    Dar manche die Samstag-Demo zu politische Zwecke missbrauchen tut. Schade! Das tut dem der in Heilbronn Fahrrad fahrt sehr weh
    Das brauchen die Heilbronner Radler nicht.

    Wir brauchen Radwege, wo wir gerne Fahrrad fahren
    kurzfristige Maßnahmen(sofort)
    1. Alle Bordsteine auf 0 absenken. (auch wegen Kinderwageneltern)
    2. Alle Radwegecken mit Radius ausrunden.
    3. Umstellung der Radwegampeln auf sofortiges Umschalten.
    4. In 30 Zone eine Radweglinie zeichnen.
    5. Abbau der Begrenzungsschwellen.(wegen Reinigung der Radwege)
    6. Kehrmaschinereinigung der Radwege.
    7. Stadtteilverbindende Radwege (Führung, Tafeln)
    8. Radweg und Fußgänger klar trennen. (z. B. Neckarpromenade)
    9. Farbige Kennzeichnung der Radwege durchgehend (Rot mit Fahrradzeichen)
    10. Schilder(Verkehrszeichen) an den Fahrradkreuzungen z. B Wertwiesenpark.
    11. Radwegtafeln mit Doppelorten( Hauptziel und nächster Ort)
    12. Radweg- Fußgängerwegbreite überprüfen.
    13. Radwege pflegen.

    langfristigen Maßnahmen
    1. Klare Ost- West und Nord- Süd Achse (Stadtteil-Achse) definieren.
    2. Grade Führung der Radwege.
    3. Bushaltestelle – Radweglösung.
    4. Radwegführung auf der gleichen Seite, wie Straßenverkehr.
    5. Keine Radwegführung an geparkten Autos( große Gefahr der Türöffnung)
    6. Abbau der Pflastersteine auf den HN-Radwegen.

    Radfahrer bleibt dran und bei einer Demo im warmen Monat Juni- August hätten wir die Allee richtig dicht gemacht. Schade
    Für die falsche Terminplanung.Danke! Der Schuss ging voll nach hinten.

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