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Kein Komplize kennt offenbar das Phantom (28.09.07)
Von Carsten Friese
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Heilbronn/Linz - Auch die österreichische Polizei hat bei der Suche nach dem „Phantom” im Heilbronner Polizistenmordfall bisher das Nachsehen. „Zwölf Komplizen halten Serienmörderin für ein Gespenst”, titelte die Kronenzeitung in dieser Woche und verwies auf Ermittlungen der Sonderkommission.
In Österreich war die DNA-Spur der mysteriösen Unbekannten an zwölf Einbruchs-Tatorten entdeckt worden. Es war exakt jene weibliche DNA-Spur, die auf der Heilbronner Theresienwiese am Streifenwagen gefunden wurde, in dem Polizistin Michéle Kiesewetter (22) Ende April mit einem Kopfschuss kaltblütig ermordet worden war. Die Polizei fand dieses DNA-Muster ebenso an Mordtatorten in Freiburg und Idar-Oberstein.
Ein Transsexueller? Zwölf mögliche Komplizen der Einbrüche in Österreich hat die Linzer Soko angeblich verhört. Niemals sei eine Frau dabei gewesen, fasst die Kronenzeitung zusammen. Die mysteriöse Unbekannte „ist so schleierhaft wie ein Gespenst”, das keiner der Ganoven „zu Gesicht bekam”.
Inzwischen schießen wilde Spekulationen ins Kraut. Wie können männliche Einbrecher eine weibliche DNA-Spur durch Oberösterreich ziehen? Einen transsexuellen Bandenboss bringt die Kronenzeitung als Möglichkeit ins Spiel, ebenso falsch gelegte Fährten oder unabsichtlich verschleppte genetische Merkmale aus einem Unterschlupf.
„Keine Zwischenstände” Der Chef des Landeskriminalamts Oberösterreich, Rudolf Keplinger, äußert sich zurückhaltend. Der Zeitungsbericht sei mit dem LKA „nicht abgestimmt”. Die Anzahl von zwölf Festgenommenen im Zusammenhang mit der Einbruchsserie „stimmt schlicht nicht”. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe man keine Zwischenstände bekannt.
Die österreichischen Ermittler gehen bei der vielfach gefundenen DNA-Spur weiterhin von einer weiblichen Spurenträgerin aus. Aber: „Wir ermitteln nach allen Tätern der Straftaten, egal, ob es ein Mann oder eine Frau ist”, betonte Keplinger. Eine heiße Spur auf die gesuchte Unbekannte gebe es in Österreich jedoch nicht.
„Eindeutig ein weibliches DNA-Profil” - diese Auskunft bekam Heilbronns Polizei vom Landeskriminalamt. „Wir gehen von einer Frau aus”, sagt Sprecher Peter Lechner. Da man mindestens zwei Täter suche, werde auch nach Männern ermittelt.
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